Gallica non leguntur ? – Für die aktuellen französischsprachigen Forschungsergebnisse zum Königreich Burgund, zu dessen König sich Rudolf I. im Jahre 888 in Saint-Maurice d’Agaune ausrufen ließ, dürfte dieses wohl gelten, stellt doch das regnum, das Rudolfs Nachfahren – zumindest nominell – bis in die Provence auszudehnen vermochten, für die deutsche Mittelalterforschung noch vielfach eine terra incognita dar. Ziel des – mit einer gleichnamigen Lehrveranstaltung gekoppelten – deutsch-französischen Forschungsateliers “junge Mediävistik” soll es daher sein, aktuelle Tendenzen der französischen Forschung zum Königreich Burgund, mit Hilfe eines neuen zweistufigen Formats, im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Um bislang wenig rezipierte Forschungsergebnisse, jüngst abgeschlossene, noch nicht publizierte Studien und gerade im Entstehen begriffene Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit nahe zu bringen, soll zunächst am 7. und 8. Dezember 2012 in der Bibliothek der Abteilung für Landesgeschichte der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg ein französischsprachiger Workshop stattfinden, der das Königreich Burgund zwischen 888 und 1032 intensiv beleuchtet. Die Vorträge sollen dann, auch um ein noch größeres Publikum zu erreichen, im Anschluss an die Veranstaltung übersetzt und via open access veröffentlicht werden.
Programme :
7. Dezember 2012
13.30 Uhr: Begrüßung – J. Dendorfer (Freiburg); Einführung – J. Nowak (Freiburg)
13.50 Uhr: N. Carrier (Lyon) – Les évolutions de la servitude dans le royaume de Bourgogne, du VIIIe au XIIIe siècle
14.40 Uhr: F. Mazel (Rennes) – Église, pouvoirs et seigneurie en Provence aux Xe-XIe siècles
16.00 Uhr: A. Brendler (Tübingen) – La perception de l’espace en Provence médiévale (IXe-XIe siècles)
16.50 Uhr: N. Nimmegeers (Lyon/Madrid) – Une entité religieuse entre Provence et Bourgogne : la province ecclésiastique de Vienne de 888 à 1032
17.40 Uhr: B.-M. Tock (Straßburg) – Les actes entre particuliers dans le cartulaire de Saint-André-le-Bas de Vienne
19.30 Uhr: Abendvortrag: H. Zielinski (Gießen) – Die Entstehung der burgundischen Regna (9./10. Jh.). Dynastische Zwänge und regionale Optionen
8. Dezember 2012
8.30 Uhr: G. Castelnuovo (Avignon) – L’impératrice Adélaïde et le royaume de Bourgogne
9.20 Uhr: J. Nowak (Freiburg) – Ermengarde – champ d’action d’une reine à l’aube du XIe siècle
10.30 Uhr: L. Ripart (Chambéry) – La fin d’un royaume. Crise et mutation de la royauté rodolphienne (fin Xe – première moitié du XIe siècle)
11.20 Uhr: F. Demotz (Lyon) – La monarchie rodolphienne : formes de gouvernement et diversité des modèles
12.10 Uhr : A. Wagner (Besaçon) – Schlussdiskussion
Informations pratiques :
Früh- und Hochmittelalter I: Das Königreich Burgund (888-1032)
Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte I und Abteilung Landesgeschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau; 07.12.2012-08.12.2012, Freiburg im Breisgau, Albert-Ludwigs-Universität,
Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an den wissenschaftlichen Nachwuchs, aber auch etablierte Wissenschaftler der deutsch-französischen Mediävistik sind selbstverständlich sehr willkommen





