Web – Regesta Pontificum Romanorum online

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In der vorliegenden Datenbank werden schrittweise sämtliche Papstkontakte von den Anfängen bis 1198 in Regestenform präsentiert.
Das Papsttum erlangte in dieser Zeit als einer der beiden universalen Mächte des Mittelalters neben dem Kaisertum eine europaweite und über die Grenzen des Abendlandes hinausreichende Bedeutung. Die Päpste waren in Kontakt mit geistlichen und weltlichen Empfängern in Europa, Afrika und Asien, wovon ein gewaltiges Quellencorpus bestehend aus (erhaltenen und verlorenen) Papsturkunden sowie aus chronikalischen Nachrichten Zeugnis gibt.
Diese Urkunden und sonstigen Quellen sind aber europaweit in den Archiven verteilt, da eine kontinuierliche Überlieferung der kurialen Registerführung erst mit Papst Innozenz III. im Jahr 1198 einsetzt. Um die Erschließung und Sammlung der vorherigen Papstkontakte hat sich besonders das von Paul Fridolin Kehr 1896 ins Leben gerufene Göttinger Papsturkundenwerk verdient gemacht. In dieser Tradition steht das seit 2007 von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen getragene Projekt « Papsturkunden des frühen und hohen Mittelalters ». In dessen Rahmen ist nicht nur diese Datenbank entstanden, sondern werden auch das chronologisch sortierte Regestenwerk des Philipp Jaffé über- sowie die geographisch orientierten Pontificia-Bände zur Iberischen Halbinsel und den Ländern Ostmitteleuropas erarbeitet.
Diese Bände erscheinen zunächst in einer Druckfassung und mit einer zeitlichen Verzögerung werden die Regesten (und nicht die Einführungstexte zu den Archiven und Institutionen) über diese Datenbank zugänglich sein. Langfristig sollen zudem die das Papsttum betreffenden Bände der Regesta Imperii der Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz sowie die älteren Bände der Regesta Pontificum Romanorum des Göttinger Papsturkundenwerkes in die Datenbankstruktur eingebunden werden, so dass über die Datenbank parallel in den drei wichtigsten Regestenwerken zur Papstgeschichte vor 1198 recherchiert werden kann. Übergangsweise werden letztere ebenfalls schrittweise als Gesamtdokument (pdfs basierend auf OCR-Erkennung) zur Verfügung gestellt.
Die Regesten enthalten eine inhaltliche Zusammenfassung der Papstkontakte inklusive grundlegender Informationen wie beispielsweise Aussteller, Adressaten, Überlieferung und Editionen. Die Regesten sind durch eine chronologisch geordnete Oberfläche und über umfangreiche Suchfunktionen erschließbar. Am Ende der Projektlaufzeit 2022 soll für jeden Papstkontakt vor 1198 zumindest ein Regest in der Datenbank zur Verfügung stehen. Auch photographische Abbildungen und Nachzeichnungen aus der umfangreichen Sammlung des Göttinger Papsturkundenwerkes werden schrittweise über die Datenbank publiziert.
Derzeit sind die Regesten der « Bohemia-Moravia Pontificia » von Waldemar Könighaus zugänglich. Daneben stehen bereits durchsuchbare pdfs des Bandes « Germania Pontificia IV » von Hermann Jakobs, die « Papsturkunden in England » von Walther Holtzmann und « Papsturkunden in Portugal » von Carl Erdmann zur Verfügung. In regelmäßigen Abständen werden weitere Werke zur Verfügung gestellt.
Für die Nutzung der Datenbank ist eine einmalige und kostenfreie Registrierung notwendig. Bis die neuen Nutzer für alle Bereiche freigeschaltet werden, können bis zu zwei Tage verstreichen. Sie werden dann per Email benachrichtigt.
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an
Prof. Dr. Klaus Herbers
Department Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften
Kochstr. 4, D – 91054 Erlangen
Tel: +49-9131-85-22356
Fax:+49-9131-85-25891
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen: http://www.papsturkunden.gwdg.de
Source de l’information : Regesta Pontificum Romanorum

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