Im Jahr 1465 beschloss Jean Aubrion (1440-1501), ein angesehener Bürger, wohlhabender Kaufmann und kommunaler Beamter der Freien Stadt Metz, eine Informationssammlung über das aktuelle Geschehen in seiner Heimatstadt anzulegen. Nicht nur vervollständigte er sein Manuskript fortan bis zu seinem Tod regelmäßig und ergänzte es spätestens in den 1480er-Jahren um eine eigenhändige Abschrift mehrerer älterer städtischer Geschichtswerke, sondern es zählt auch heute noch zu den wichtigsten narrativen Zeugnissen der Moselmetropole des 15. Jahrhunderts. Doch wer war dieser Mann, aus welchem Antrieb heraus schrieb er und inwiefern beeinflusste sein Schaffen nachfolgende Historiografen?
Die Rekonstruktion von Jean Aubrions Lebensweg und sozialen Verbindungen liefert die Grundlage zur erstmaligen inhaltlichen wie materiellen Erschließung seines in autografer Form tradierten Texts. Des Weiteren rückt die Rezeption seiner Aufzeichnungen durch die Metzer Chronisten des 16. Jahrhunderts in den Blick.
Hanna Schäfer studierte Geschichte, Latein und Germanistik an der Universität Trier, wo sie 2020 auch promoviert wurde. Seit 2023 ist sie Akademische Rätin auf Zeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Informations pratiques :
Hanna Schäfer, Jean Aubrion l’escripvain. Lebensweg, historiografisches Schaffen und posthume Rezeption eines Metzer Bürgers im Spätmittelalter, Trèves, Verlag für Geschichte und Kultur, 2024 ; 1 vol., 480 p. (Trierer Historische Forschungen, 78). ISBN : 978–3–945768–37–2. Prix : € 39,90.
Source : Verlag für Geschichte und Kultur







Vous devez être connecté pour poster un commentaire.