Colloque – Der mitteldeutsche Raum und das Königtum vom Interregnum bis zu Kaiser Karl IV. (1250–1378)

Wie „königsfern“ oder „königsnah“ war der thüringisch-sächsische Raum in den rund 120 Jahren zwischen dem Ende der Staufer und der Herrschaft Karls IV. wirklich? War das Engagement der Könige in Thüringen und Meißen nur ein temporäres Zwischenspiel, das mit der Durchsetzung der wettinischen Ansprüche 1307 endete? Oder war die politische Entwicklung in Mitteldeutschland nach dem sog. Interregnum offen für verschiedene Herrschaftskonzepte, etwa ein „Königsland“? Welche Rolle spielten neben den römisch-deutschen Königen und den Wettinern die Grafen und Herren sowie die Städte? Und wie wandelten sich die politischen Interessen des Königtums gegenüber den verschiedenen Akteuren in diesem Raum?

Die Tagung widmet sich diesen Schwerpunkten im Zeitraum von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts. Im Zentrum steht dabei die Frage nach den Bindungen zwischen dem mitteldeutschen Raum und dem Königtum. Ziel ist es dabei, eine neue Verortung der mitteldeutschen Akteure in ihren Beziehungen zum Königtum zu ermöglichen.

Die Tagung wird von der Professur für Mittelalterliche Geschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit der Friedrich Christian Lesser-Stiftung und dem Editionsprojekt ‚Codex diplomaticus Saxoniae‘ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig veranstaltet.

Anmeldungen richten Sie bitte bis spätestens 30.11.2025 per Email an Josephine Blum: Mittelalterliche-Geschichte@geschichte.uni-giessen.de

Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Der Abendvortrag am 09.01.2026 ist öffentlich.

Freitag, 9. Januar 2026

14.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Stefan TEBRUCK (Gießen)

Moderation: Mathias KÄLBLE (Dresden)
14.30 Uhr Eine „königsferne“ Landschaft? Der mitteldeutsche Raum 1246–1273
Ingrid WÜRTH (Halle)

15.30 Uhr Pause

16.00 Uhr Die mitteldeutschen Reichsstädte im Interregnum
Helge WITTMANN (Mühlhausen)

17.00 Uhr Zwischen Konflikt und Kooperation – Der mitteldeutsche Raum unter Rudolf I., Adolf von Nassau und Albrecht I. (1288–1307)
Christina MÖLLER (Gießen)

18.00 Uhr Abendessen

Moderation: Stefan TEBRUCK (Gießen)
19.30 Uhr Öffentlicher Abendvortrag:
König, Fürsten und Reich zwischen Rudolf von Habsburg und Karl IV.
Christian HESSE (Bern)

Samstag, 10. Januar 2023

Moderation: Felicitas SCHMIEDER (Hagen)
9.00 Uhr Der mitteldeutsche Raum als Aktionsfeld der letzten Přemysliden
Martin WIHODA (Brno)

10.00 Uhr Ludwig IV. („der Bayer“) und der mitteldeutsche Raum
Doris BULACH (München)

11.00 Uhr Pause

Moderation: Matthias WERNER (Jena)
11.30 Uhr Von römisch zu böhmisch. Die Transformation der herrschaftlichen Bindungen des nichtfürstlichen Hochadels im mitteldeutschen Raum durch Kaiser Karl IV.
Uwe TRESP (München)

12.30 Uhr Das Gegenkönigtum Graf Günthers XXI. von Schwarzburg-Blankenburg
Petra WEIGEL (Gotha)

13.30 Uhr Pause mit Mittagsimbiss

14.00 Uhr Abschlussdiskussion: Einleitendes Statement von Gabriele ANNAS (Frankfurt/Main)

15.00 Uhr Abschluss der Tagung

09.01.2026 – 10.01.2026

Logenhaus, Puschkinstraße 3
Mühlhausen

Source : H-Soz-Kult

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