Colloque – When Materials Meet. Intermaterialität in Mittelalter und Früher Neuzeit

Interdisziplinäre Tagung des IMAREAL in Krems an der Donau 2. bis 4. März 2026 | Haus der Regionen, Steiner Donaulände 56, Krems an der Donau

Die Tagung in Krems an der Donau wird im Kontext des IMAREAL-Forschungsschwerpunkts Intermaterialität veranstaltet und fokussiert auf das Ineinander- und Miteinanderwirken zweier oder vieler unterschiedlicher Materialien. Materialien treten selten als einzelne Entitäten auf, stehen sowohl als Natur- wie auch als Kunststoffe im Verbund mit anderen, Artefakte werden oftmals auch aus mehreren Materialien gefertigt und in sozialen Bewertungen und Semiosen werden Materialien zueinander in Beziehung gebracht. Der Begriff „Intermaterialität“ wird als Rahmenkonzept dieser vielfältigen Materialbeziehungen verstanden, und es sind genau diese Beziehungen und ihre Qualifizierung, die uns interessieren. Ziel der Tagung ist es, aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven Inputs für die Arbeit an diesem Rahmenkonzept zu gewinnen und einen initialen Impuls für ein entsprechendes internationales und interdisziplinäres Forschungsnetzwerk zu setzen.

Programme :

Montag, 2.3.2026 

10.15–10.30 Begrüßung und Einleitung (Elisabeth Gruber | Isabella Nicka | Thomas Kühtreiber) 

Materialien: Bestimmungen | Unterscheidungen | Zuschreibungen

10.30–11.15 Henrike Haug (Köln), gediegen / geläutert? Vorstellungen von reinem und unreinem Silber in der Frühen Neuzeit 

11.15–12.00 Julia von Ditfurth (Freiburg i. Breisgau), Von Perlen, Gold und Edelsteinen – Überlegungen zur Intermedialität und Intermaterialität in der mittelalterlichen Glasmalerei

12.00–13.30 Mittagspause 

Intermateriale Funktionalität und Ästhetik 

13.30–14.15 Helene Eisl (Wien), Judge a Book by Its Cover. Überlegungen zum Material- und Materialitätsbewusstsein im Kontext mittelalterlicher Bucheinbände 

14.15–15.00 Thomas Wozniak (Klagenfurt), Wiederbeschreibbare Wachstafeln als intermateriale Schriftträger 

15.00–15.30 Pause 

15.30–16.15 Lisa Woop (Jena), Horn, Metall und Glas: Nürnberger Brillen als Fallstudie zur Intermaterialität in der Frühen Neuzeit 

16.15–17.00 Adeline Schwabauer (Frankfurt a. Main), Angeschmiegt und fortgesetzt. Spätmittelalterliche Hornscheiden in Metallfassungen 

17.00–17.45 Elisabeth Sobieczky (Krems/Salzburg), Intermaterialität in hochmittelalterlichen Skulpturenfassungen. Techniken, Funktionen, Bedeutung 

17.45–18.30 Imbiss 

18.30 Öffentlicher Abendvortrag: Susanne Wittekind (Köln), Kristall, Kokosnuss und Koralle. Inszenierung natürlicher Materialien durch mittelalterliche Goldschmiedekunst 

Anschließend Umtrunk 

Dienstag, 3.3.2026 

Intermateriale Konstellationen und Praktiken 

9.00–9.45 Heike Schlie (Krems/Salzburg), Die Bronze ans Holz schlagen: Intermaterialität und Technikikonologie 

9.45–10.30 Luisa Radohs (Freiburg i. Breisgau), Materialvielfalt spätmittelalterlicher Kleidungsaccessoires – archäologische Aufschlüsse zu Materialverwendungen und Nutzungsmentalitäten an der nordostdeutschen Ostseeküste 

10.30–11.00 Pause 

11.00–11.45 Monika Saczyńska-Vercamer (Berlin/Warschau), Der heilige Körper – Materie, Intermaterialität und Dinge im Kontext religiöser Handlungen. Das Beispiel der heiligen Hedwig von Schlesien 

11.45–12.30 Sabine von Heusinger (Köln), Intermaterialität auf dem Altar? Liturgische Geräte und „neue“ Materialien 

12.30–14.00 Mittagspause 

14.00–14.45 Ursula Marinelli (Innsbruck), Intermaterialität in frühneuzeitlichen Weihnachtskrippen – eine Materialschlacht im Dienste von Frömmigkeit und Repräsentation 

14.45–15.30 Isabella Nicka (Krems/Salzburg), Varianz im Material: Intermateriale Beziehungen und Darstellungsformen von bearbeitetem Holz 

15.30–16.00 Pause 

16.00–16.45 Monika Kammer (Wien), Vom Verbleichen, Gilben und Verschwärzen. Künstlerische Materialien im Austausch mit Licht, Luft und Klima 

Materialwechsel/Integration neuer Materialien 

16.45–17.30 Patrick Schicht (Krems a.d. Donau), Unterschiedliche Baumaterialien als wechselseitige Bedeutungsträger im Mittelalter 

17.30–18.15 Katharina Rotté (Berlin), Surrogat und Formtransfer zwischen Travertin und Marmor in der römischen Architektur um 1500 

Mittwoch, 4.3.2026 

9.00–9.45 David Hobelleitner (Salzburg), Flügel aus Stoff, Metall und Feder. Liturgische Fächer als intermateriale und intermediale Objekte 

9.45–10.30 Francesco De Naro Papa (Heidelberg), Stein, Glas und Importkeramik. Einlegearbeiten um 1200 zwischen Amalfi und Genua 

10.30–11.00 Pause 

Intermaterialiät und Intermedialität 

11.00–11.45 Janina Ammon (Bern), Textile Typografie. Stickerei, Druckästhetik und intermateriale Medienstrategie um 1530 

11.45–12.30 Seyed Abdolreza Hosseini (Wien), Pounce Practice and Intermaterial Dialogues in Early Modern Iranian Artisanal Workshops 

12.30–13.00 Schlussdiskussion und Verabschiedung **

Source : IMAREAL

About RMBLF

Réseau des médiévistes belges de langue française
Cet article a été publié dans Colloque. Ajoutez ce permalien à vos favoris.