Appel à contribution – Waterways and Literary Channels of the Pre-Modern World

Ghent University, 4-5 April 2024

“The literature of ‘modern’ Europe is as intermingled with that of the Mediterranean as if the Rhine had received the waters of the Tiber.”

E.R. Curtius, European Literature and the Latin Middle Ages

Waterways, from great seas to local lakes and much in-between, played a tremendously important role in pre-modern literary cultures, as facilitators, actants and backdrops. Within pre-modern narratives themselves, waterways can be found as visible metaphors and structuring devices, eliciting a range of emotional and creative responses from authors and readers alike. For instance, water can be associated with both directionality (transitions) and circularity (endlessness). It can be both a barrier and catalyst, both constructive and destructive. Water also enables the movement of ideas, texts, and people. It acts as physical markers in the geographic landscape, and as recognisable landmarks of regional cultures and urban centres; it can be a natural, imagined or imposed boundary separating ethnic groups or social identities. Waterways thus function as contact zones, while also helping to delineate one’s sense of location and space. The relationships between waterways, societies and individuals within our current ecological and political contexts have an immediate urgency too, which should encourage us to reflect on the fundamental importance of these connections.

What role, then, did the geography of waterways play in the transregional movement of authors, texts, styles, and poetics of pre-modern literary cultures? What commonalities and differences can we identify across pre-modern literary canons, including those in Latin, Greek, Hebrew, Arabic, and other vernaculars? How does water function as a literary motif and/or device in various traditions, that is: how is it described? Which (metaphorical) meanings are attached to it? How does water function as a ‘character’ at different levels, controlling movement of people both inside and outside texts? And what light can our understanding of pre-modern human-nature relationships shine on modern-day ecological concerns? The aim of this workshop is to explore these questions through a variety of disciplinary, literary, and linguistic contexts and approaches. In doing so, it seeks to build on a growing body of scholarship that turns the critical lens onto water.

The workshop consists of three elements:

  • panels with 20-minute presentations by the participants, followed by ample time for discussion
  • two round table discussions of 1.5 hours each, introduced by short 10-minutes pitches by the participants
  • a round of poster-presentations

In addition, we are happy to announce a keynote lecture by Prof. Dr. Albrecht Classen on ‘Bodies of Water as Epistemological Challenges in Medieval European Literature’.

We invite proposals for 20-minute presentations, round table contributions or poster presentations addressing the overall theme of the workshop and its research question(s). The aim is to publish the papers in a themed issue. Proposals for papers/round table contributions/posters (max. 250 words) and any questions or queries can be sent to info@relicsresearch.com by the 11th of December 2023.

The workshop is organized within the framework of the Scientific Research Network ‘Literatures without Borders’ (https://literatureswithoutborders.com). The network is funded by the Flemish Research Fund-FWO. The workshop is organized by Robert Gallagher (Kent University), Jeroen De Gussem (Ghent University), Klazina Staat (VU University Amsterdam), and Dinah Wouters (Huygens Institute, Amsterdam).

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Séminaire – MGH-Veranstaltungen 2023/24

Auch diesen Herbst und Winter laden die MGH  zu

Dienstag, 24.10.2023, 18 Uhr: Von Logbuch, Zoll und Gold. Theologiegeschichte(n) post mortem in Ost und West

Online-Vortrag (Zoom) von Dr. habil. Andrea Riedl

„An welchem Ort müssen wir uns die Seelen der Verstorbenen denken, die vor ihrem Tod keine Zeit mehr hatten, die Konsequenzen ihrer Sünden zu sühnen?“ Ausgehend von dieser Frage eines Franziskaners entspann sich im Jahr 1235 in Süditalien ein Disput um Fragen der Eschatologie und des sog. Zwischenzustandes der verstorbenen Seelen. Dem Bericht des griechischen Gesprächspartners Georgios Bardanes zufolge insistierte der Lateiner auf einem Läuterungsprozess durch Feuer, um die Verstorbenen – unterstützt durch Gebet und Almosen der Lebenden – der Hölle zu entreißen und sie dem Himmel näherzubringen. Der Grieche hingegen bestand darauf, dass es kein Urteil vor dem Schiedsspruch Christi am Jüngsten Tag gebe. Ein solches anzunehmen sei falsch und blasphemisch. Die Seelen der Verstorbenen warten vielmehr passiv, gewissermaßen aufbewahrt an dunklen Stätten, wo sie einen Vorgeschmack auf die beiden Pole des Jenseits, auf Paradies und Höllenstrafen erhielten.

Szenen wie diese dürfen wir in großer Zahl im Lauf der Theologiegeschichte des Christentums quer durch die Epochen annehmen. Die Akteurinnen und Akteure sowie die Rahmengegebenheiten variieren, aber die Fragestellung bleibt. Der Vortrag begibt sich auf Spurensuche nach theologischen Konzepten in Ost und West, nach ihrem ereignisgeschichtlichen Kontext, dem Verbindenden und Trennenden zwischen den beiden kirchlichen Traditionen und der Frage der Überlieferung wichtiger eschatologischer Motive, die die Autoren zu kreativen Verarbeitungen angeregt haben.

Andrea Riedl studierte Katholische Theologie und Klassische Philologie in Graz und Thessaloniki; Promotion 2016 in Wien; Habilitation 2021 in Salzburg; seit 2020 ist sie Fachvertreterin für Kirchengeschichte am Institut für Katholische Theologie an der Technischen Universität Dresden. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der theologischen Mediävistik und der Frage nach den Beziehungen zwischen lateinischer Westkirche und byzantinischer Ostkirche im Mittelalter. 2020 erschien im Corpus Christianorum (Continuatio Mediaevalis) der von Andrea Riedl edierte „Tractatus contra Graecos“.

Dienstag, 28.11.2023, 18 Uhr: Jüdische Erfahrungen auf dem akademischen Feld und der Antisemitismus in Deutschland (1819-1945) 

Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Wyrwa im Institut der MGH / Ludwigstr. 16 / 80539 München (mit Stream über Zoom)

Das ‚lange‘ 19. Jahrhundert war von fundamentalen gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt, in dessen Verlauf die zuvor an den Rand gedrängte jüdische Minderheit einen bemerkenswerten sozialen Aufstieg durchmachte und in das Zentrum der bürgerlichen Gesellschaft aufrückte. Und doch war dieser Weg überaus dornenreich, gebrochen und von heftigen Widerständen begleitet, nicht zuletzt auf dem akademischen Feld. Obgleich jüdische Wissenschaftler bemerkenswerte Leistungen erbracht haben, bekämpften antisemitische Aktivisten deren Anerkennung und Gleichberechtigung energisch. Nachdem in der Weimarer Republik letzte rechtliche Hindernisse überwunden werden konnten, kam 1933 der Bruch. Mit dem Antisemitismus an der Macht wurden Jüdinnen und Juden aus den Universitäten und Akademien ausgeschlossen, mussten aus Deutschland fliehen oder wurden in die Vernichtungslager deportiert. Der Vortrag geht diesem Weg mit Bezügen auf die Entwicklung der Monumenta Germaniae Historica nach.

Ulrich Wyrwa studierte Geschichte und Philosophie in Heidelberg, Rom und Hamburg, wo er 1988 promovierte. 2003 habilitierte er sich an der Universität Potsdam mit einer vergleichenden Studie über die Emanzipation der Juden in der Toskana und in Preußen, 2005 bis 2015 war er wissenschaftlicher Leiter internationaler Doktorandenkollegs zum Antisemitismus in Europa (1879–1914 / 1914–1923) am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Ulrich Wyrwa ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam.

Mittwoch, 13.12.2023, 18 Uhr: Karl Brandi (1868–1946). Mediävist, Frühneuzeithistoriker und Wissenschaftsmanager im Spiegel seiner Autobiographie

Online-Vortrag (Zoom) von Dr. Lena Oetzel

Karl Brandi war nicht nur ein vielseitig interessierter und wissenschaftlich produktiver Historiker, der sich ebenso für mittelalterliche Urkunden und historische Hilfswissenschaften interessierte, wie für Reformation und Renaissance oder auch die Osnabrücker Landesgeschichte. Zu seinen bekanntesten Publikationen gehören seine Dissertation zu den Reichenauer Urkundenfälschungen und die Biographie Karls V. (1500-1558). Darüber hinaus war Brandi ein sehr aktiver „Wissenschaftsmanager“. Als solcher stand er immer wieder in engem Kontakt mit den MGH und fungierte ab 1937 als Mitherausgeber des Deutschen Archivs, der Hauszeitschrift der MGH.

In seiner Autobiographie „Aus 77 Jahren. Lebensgeschichte und wissenschaftliche Entwicklung vor dem Hintergrunde der Zeit“, die nicht von ihm selbst fertiggestellt werden konnte, reflektierte Karl Brandi sowohl über seine eigenen wissenschaftlichen Arbeiten als auch über die vielen von ihm begleiteten, angestoßenen und unterstützten Projekte. In einigen wenigen Passagen der Autobiographie äußerte Brandi sich über den NS und hatte laut seiner Notizen einen eigenen Punkt „Familie und Nationalsozialismus“ geplant, den er jedoch nicht mehr schrieb. Hauptsächlich gibt die Autobiographie einen gut informierten Einblick in die Netzwerke und das Wissenschaftssystem des frühen 20. Jahrhunderts.

Dr. Lena Oetzel studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Politikwissenschaften und Philosophie in Bonn und wurde 2012 an der Paris Lodron Universität Salzburg mit dem Thema „Gespräche über Herrschaft. Herrscherkritik bei Elisabeth I. von England (1558–1603)“ promoviert. . Von 2020 bis 2022 war sie Stipendiatin am Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW. Aktuell ist sie als Postdoc an der Universität Salzburg beschäftigt und arbeitet an ihrer Habilitation zum Westfälischen Friedenskongress. Gemeinsam mit Arno Strohmeyer editiert Lena Oetzel die Autobiographie Karl Brandis.

Mittwoch, 17.1.2024, 19 Uhr: Zerrissene Biographien und abgebrochene Forschung – jüdische Historikerinnen und Historiker

Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Magnus Brechtken (stellv. Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München – IfZ), Dr. Kristina Milz (IfZ), Dr. Stefan L. Wolff (Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte/Deutsches Museum); Moderation Prof. Dr. Dr. h.c. Martina Hartmann (Präsidentin der Monumenta Germaniae Historica – MGH)

Jüdisches Museum München / St.-Jakobs-Platz 16 / 80331 München

Der im Oktober 2023 erschienene Aufsatzband „Zwischen Vaterlandsliebe und Ausgrenzung – Die jüdischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der MGH“ mit 28 Portraits von Gelehrten jüdischer Herkunft im 19. und 20. Jahrhundert, verfasst von Forschenden, die teilweise selbst die Arbeit der Portraitierten im 21. Jahrhundert fortführen, gab den Anlass, in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München zu einem Podiumsgespräch einzuladen.

Erstmalig beleuchtet die traditionsreiche Forschungseinrichtung Monumenta Germaniae Historica ihre Rolle in den Biografien der Portraitierten. Der Band belegt eindrücklich, mit welchen Schwierigkeiten jüdische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konfrontiert waren – bis hin zur Ermordung im NS-Regime. Eigentlich jeder Lebenslauf der jüdischen Monumentisten hätte sich ohne das Dritte Reich und den Antisemitismus zuvor anders entwickelt. Betroffen von Diskriminierung, Verfolgung und Emigration mussten viele ihre Forschungsarbeiten abbrechen – neben dem menschlichen auch ein wissenschaftlicher Kahlschlag.

Donnerstag, 22.2.2024, 18 Uhr: Neue Quellen zur mittelalterlichen Geschichte Südwestdeutschlands: Zur Überlieferung der sog. St. Galler Annalen und unbekannter Reichenauer Urkunden in der Bibliothek Konrad Peutingers (1465–1547)

Vortrag von Dr. Benedikt Marxreiter im Institut der MGH / Ludwigstr. 16 / 80539 München (mit Stream über Zoom)

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg verwahrt unter den Signaturen 2°Cod 254 und 2°Cod Aug 395 zwei äußerlich unscheinbare, für die Erforschung der mittelalterlichen Geschichte Südwestdeutschlands indes höchst bedeutsame Kodizes vom Beginn des 16. Jahrhunderts. Sie beinhalten zum einen eine Kopie der sogenannten St. Galler Annalen für die Jahre 1054 bis1102, zum anderen ein Abschriften-Konvolut von früh- und hochmittelalterlichen Urkunden der Reichsabtei Reichenau, von denen jeweils sonst keine Textzeugen mehr existieren. Der Vortrag informiert über die (Wieder-)Entdeckung der Aufzeichnungen durch den Münchner Historiker Alois Schütz († 2017) Mitte der 1980er Jahre, stellt die inhaltlichen Besonderheiten der Quellen heraus und geht der Frage nach, wie sie ihren Weg in die Bibliothek des Augsburger Humanisten Konrad Peutinger (1465–1547) gefunden haben könnten.

Benedikt Marxreiter studierte Geschichte und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und arbeitet seit 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei den MGH. 2016 promovierte er bei Martina Hartmann zum Thema „Bern von Reichenau, De nigromantia seu divinatione daemonum contemnenda. Edition und Untersuchung“. Derzeit befasst er sich in seinen Forschungen vor allem mit der früh- und hochmittelalterlichen Geschichtsschreibung des Bodenseeraums und der sog. Bamberger Weltchronistik.

Mittwoch, 6.3.2024, 18 Uhr: Fortunatę qui tam pulchram discipulam docere habes grammaticam! – Frauen in den Erzählungen Ekkeharts IV. von St. Gallen

Vortrag von Prof. Dr. Ernst Tremp im Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften / Alfons-Goppel-Str. 11 (Residenz) / 80539 München

Am Vortragsabend der MGH und der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften spricht Prof. Dr. Ernst Tremp, Editor der Neuausgabe der St. Galler Klostergeschichten (Casus sancti Galli) Ekkeharts IV., über die Erwähnungen von Frauen in den Erzählungen aus dem berühmten Benediktinerkloster im 10. Jahrhundert, aufgeschrieben von dem gelehrten Leiter der St. Galler Klosterschule um die Mitte des 11. Jahrhunderts.

Der Benediktinermönch Ekkehart IV. († um 1057) setzte die St. Galler Klostergeschichten bis zum Kaiserbesuch Ottos I. und Ottos II. in St. Gallen im Jahr 973 fort, die sein Vorgänger Ratpert im späten 9. Jahrhundert begonnen hatte. Die Meisterschaft der Sprache, die Lebendigkeit und Farbigkeit der Erzählung, die Fülle an Nachrichten über das damalige Leben im Kloster, die Einblicke in den Schulbetrieb, die Charakterisierung alt sankt-gallischer Schulmeister und Gelehrter, die Herrscherbesuche im Kloster – dies alles macht Ekkeharts Casus weit über St. Gallen hinaus zu einem der berühmtesten Geschichtswerke des früheren Mittelalters.

Ernst Tremp studierte an der Universität Freiburg/Schweiz Mittelalterliche Geschichte, Historische Hilfswissenschaften und Theologie, wurde mit einer Arbeit über das Zisterzienserkloster Altenryf (Hauterive) im Hochmittelalter promoviert, habilitierte sich über Thegan von Trier und erhielt 1993 eine Titularprofessur in Freiburg. Tremp wirkte von 2000 bis 2013 als Direktor der Stiftsbibliothek St. Gallen und ist seit 2010 Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica.

Donnerstag, 18.4.2024, 18 Uhr: Die Neuedition der Institutio sanctimonialium von 816

Online-Vortrag (Zoom) von Dr. Dominik Trump

Die bis heute hin gültige Edition der Institutio sanctimonialium, der im August 816 auf einer großen Versammlung in Aachen erlassenen Regel für religiöse Frauengemeinschaften, hat Albert Werminghoff 1906 im Rahmen seiner Concilia-Bände vorgelegt. Vor einigen Jahren äußerte Gerhard Schmitz berechtigte grundlegende Kritik an der Qualität und der Anlage von Werminghoffs Edition. Dies betrifft unter anderem die Verlässlichkeit der Kollation, die Gestaltung des Apparates und die Quellenkritik. Darüber hinaus sind weitere Textzeugen aufgetaucht, die Werminghoff nicht berücksichtigen konnte.

Dies alles liefert Anlass genug, um eine neue kritische Edition der Institutio zu erarbeiten, die erstmals auch von einer deutschen Übersetzung begleitet werden wird. Der Vortrag gibt Einblicke in ein noch am Anfang stehendes, laufendes Editionsprojekt und möchte insbesondere die neu entdeckten Handschriftenfunde in den Mittelpunkt rücken.

Dominik Trump studierte an der Universität zu Köln und wurde 2020 bei Karl Ubl mit einer Arbeit aus dem Bereich der frühmittelalterlichen Rechtsgeschichte promoviert. Von 2014 bis 2023 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kölner Akademie-Projekt „Edition der fränkischen Herrschererlasse“. Seit September 2023 ist Dominik Trump Mitarbeiter der MGH.

Um Ihre Anmeldung wird gebeten per E-Mail an annette.marquard-mois@mgh.de Bei den Präsenzveranstaltungen ist die Zahl der Plätze begrenzt. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungen an unterschiedlichen Tagen und Orten (bzw. auf Zoom) stattfinden. Die Zoom-Zugangsdaten erhalten Sie einen Tag vor der Veranstaltung. 

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Publication – « Meeting the judge. The late medieval Portuguese peripheral justice in geographical and chronological context », éd. Adelaïde Costa, Mario Farelo, Gonçalvo Melo da Silva

This book is the final result of a project entitled Meet the judge. Justice and communities in a transitional period (Portugal, 1481-1580). It aimed to answer one question: analyze how the sporadic nomination of royal judges operating with local governments in the Middle Ages evolved into systematic and permanent institutions of erudite officials in the main Portuguese cities and towns of the Modern Age? The presented texts go beyond this, by contributing to better understand the process of expansion of the Portuguese Crown’s peripheral judicial apparatus (in number and complexity), which entailed an irreversible loss of autonomy for the communities. The book has ten chapters providing: (I) state of the art and problematization on this subject; (II) an organogram of central and local judicial instances; (III) the Crown’s use of peripheral magistrates; (IV) the intense legislative activity involved in defining the competences of royal judicial agents, which prevailed from the 14th to the 16th centuries. Although concentrated mainly in Portugal, there are four texts that focus on other territories. Two texts about Castilian judicial norms and agents in the Late Middle Ages have been included, enabling a comparison to be made of the institutional experiences of the two neighboring kingdoms. Two other contributions focus on vestiges of medieval local justice organization and royal control in North Africa and in the Orient. The authors resorted to different types of sources and methodologies, from case study analysis to the observation of groups of officers using a prosopographic method. The book provides in the end a glossary of the offices, institutions and rules of central, peripheral and local justice in medieval Portugal and Castile, as well as seven maps on the topics studied.

Table des matières : ici

Informations pratiques :

Meeting the judge. The late medieval Portuguese peripheral justice in geographical and chronological context, éd. Adelaïde Costa, Mario Farelo, Gonçalvo Melo da Silva, Palerme, Oficina di Studi Medievali, 2023. ISBN : 978-8-86485-143-3. € 30,00.

Source : Officina di studi medievali

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Publication – Solal Abélès, « Protéger, libérer, assujettir. L’expansion territoriale de la commune de Florence au XIVe siècle »

Au milieu du XIVe siècle, la commune de Florence, qui ne contrôlait jusqu’alors qu’un petit territoire au-delà des murs de la cité, le contado, réussit à assujettir les six principaux centres urbains voisins : Colle Valdelsa, San Gimignano, Prato, Pistoia, Volterra et San Miniato. Pour mener à bien cet assujettissement, le pouvoir florentin ne pouvait cependant se contenter d’une pure et simple conquête militaire : l’issue en aurait été non seulement incertaine mais surtout très difficile à consolider dans le temps. Car même s’ils n’avaient pas atteint l’importance démographique des grandes cités de la région, les centres convoités étaient parvenus à maintenir leur autonomie depuis plus d’un siècle. Ils avaient par conséquent développé une identité politique et culturelle propre, en vertu de laquelle ils auraient pu, une fois conquis, refuser la soumission et constituer partant des foyers permanents de révolte. D’où la nécessité pour les Florentins d’élaborer des instruments en mesure de légitimer leur domination et d’en assurer ainsi la pérennité. Quels furent les mécanismes explicites et implicites de cette entreprise de légitimation ? À partir d’une étude approfondie des actes juridiques qui formalisèrent la soumission et du discours produit sur celle-ci par les chroniques contemporaines, cet ouvrage en analyse les ressorts politiques et culturels. Il permet ainsi de comprendre comment et pourquoi cet assujettissement fut paradoxalement pensé comme la condition nécessaire au maintien de la libertas.

Solal Abélès est docteur de l’université Paris I-Panthéon-Sorbonne et de l’Università degli Studi de Florence.

Informations pratiques :

Solal Abélès, Protéger, libérer, assujettir. L’expansion territoriale de la commune de Florence au XIVe siècle, Rome, École française de Rome, 2023 ; 1 vol., 352 p. (Collection de l’École française de Rome, 603). ISBN: 978-2-7283-1577-2. Prix : € 32,00.

Source : École française de Rome

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Séminaire – Séminaire d’Histoire médiévale (Institut historique allemand)

L’Institut historique allemand et l’École pratique des hautes études organisent en commun un séminaire d’histoire médiévale où des doctorantes et doctorants en thèse bien avancée, mais aussi de jeunes postdoctorants viennent présenter leurs recherches en voie d’achèvement ou un dossier de leur thèse.

Le séminaire aura lieu en mode hybride, avec un système de visioconférence pour ceux qui ne pourront pas se déplacer à l’IHA. Les personnes désireuses d’assister au séminaire se feront connaître auprès de Rolf Grosse: rgrosse@dhi-paris.fr (message adressé en copie à Laurent Morelle: Laurent.Morelle@ephe.psl.eu).

La prestation, toujours en langue française, dure environ 50 minutes. Le séminaire a lieu tous les deux mois, un mercredi matin de 10h à 12h.

Programme :

  • Guillaume Roumier (École nationale des chartes), Omni cessante dilatione. Les enjeux de pouvoirs entre l’évêque de Langres et la papauté aux XIe et XIIe siècles.

Présidence : Rolf Große (Institut historique allemand)

https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZ0ldOGqrTotHNQKVDjhQUW1BniCnRflUFv0

  • Solène Girard (Fondation des sciences du patrimoine), L’abus fait (parfois) le moine : techniques pour fabriquer des faux documents sur papyrus à Saint-Denis au XIe siècle.

Présidence : Marie-Adélaïde Nielen (Archives nationales).

https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZcudu6oqD8pHtwzoLGeY9hrihC8HZYdZ-Xc

  • Louis Genton (École des hautes études en sciences sociales, LIER-FYT), Cartulaires et gestion topographique des titres à l’abbaye de Saint-Germain-des-Prés (XIIe–XIVe siècle).

Présidence : Isabelle Bretthauer (Archives nationales)  

https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZcsdeirpjoiHNAHRidht2-koS866HvWJs8n

  • Clara Germann (Institut national du patrimoine), De l’évêque au saint patron. Les origines du culte de saint Germain de Paris au haut Moyen Âge (VIe–IXe siècles).

Présidence : Fernand Peloux (École pratique des hautes études)

https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZAscuugqz4qE9Ckoe2spMYvd2qZOHuwDgAN

  • Thomas Ledru (université de Lille), Les origines de l’abbaye de Saint-Riquier : problèmes critiques et méthodologiques.

Présidence : Josiane Barbier (université Paris Nanterre)

https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZArf-mvqj4iHdVx5aj0bfbXJZ1E0Ak78VdF

Source : Calenda

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Publication – « Fulda. Michaelskirche »

Die Kleinen Kunstführer erscheinen zu einzelnen Kirchen, Klöstern, Schlössern, Burgen, Kunstlandschaften, Städten und Museen im abendländischen Kulturraum und bilden als Sammlung eine reich illustrierte topographische Bibliothek der Kunstschätze Europas. In knapper, ansprechender Form sowie nach einheitlichem Schema und auf aktuellem Forschungsstand liefern die Kunstführer einen fundierten Überblick über Geschichte, Baumeister, Künstler, Architektur, Stil, Ausstattung und Bedeutung der Bilder in den einzelnen Kunststätten. Die Texte sind verständlich und flüssig geschrieben und können in der für einen Besuch zur Verfügung stehenden Zeit gelesen werden. Das aktuelle Layout und die Ausgestaltung des Führers mit brillanten, von ausgewiesenen Fotografen angefertigten Bildern machen die Lektüre zu einem besonderen Vergnügen, so dass man den Führer auch zuhause gern wieder in die Hand nimmt. Ergänzend zu den Kleinen Kunstführern sind bisher über 270 Große Kunstführer erschienen, die die entsprechenden Denkmäler im Handbuchformat und ausführlicher darstellen. Eine Reihe von Denkmälern werden inzwischen durch Hörbücher oder Audioguides für iPhones bzw. Smartphones erschlossen, die unsere Tochterfirma Artguide herstellt.

Informations pratiques :

Fulda. Michaelskirche, Ratisbonne, Schnell und Steiner, 2023 ; 1 vol., 36 p. (Kleine Kunstführer, Kirchen u. Klöster). ISBN : 978-3-7954-7273-3. Prix : € 3,50.

Source : Schnell und Steiner

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Colloque – Les voûtes de Notre-Dame de Paris. Recherches récentes 2019-2023

Colloque dans le cadre du chantier scientifique CNRS/ Ministère de la Culture pour la restauration de la cathédrale Notre-Dame de Paris

Programme : ici

L’incendie qui a frappé Notre-Dame de Paris le 15 avril 2019 a eu pour conséquence indirecte et heureuse de livrer accès à un trésor jusqu’alors hors de portée : les voûtes hautes de la cathédrale. L’importance de ces voûtes dans l’histoire de l’architecture gothique est connue. C’est en e et avec ces voûtes, hissées à 32 m de hauteur quand celles des grandes églises gothiques de l’époque ne dépassaient pas les 24 m, que débute la course qui conduit aux cathédrales géantes du XIIIe siècle comme Notre-Dame de Reims, Notre-Dame d’Amiens et Saint-Pierre de Beauvais.

Grâce aux échafaudages mis en place pour le chan er de restaura on, les chercheurs du Chan er scien que soutenu par le CNRS et le Ministère de la Culture ont béné cié depuis 2019 d’un accès direct aux œuvres vives de la cathédrale blessée. L’a en on des chercheurs rassemblés dans le Groupe de travail Pierre (coord. Yves Gallet) s’est focalisée en par culier sur les voûtes hautes, avec l’objec f d’en dresser une « carte d’iden té » technique. Matériaux, mise en œuvre, techniques de construc on, morphologie, comportement mécanique, système d’équilibre, aspects chronologiques ont ainsi été tour à tour examinés pour essayer de mieux comprendre la prouesse réalisée par l’architecte anonyme qui a conçu Notre-Dame autour du milieu du xiie siècle. Ce sont les résultats de ces analyses, menées en collabora on avec les groupes de travail Structures (coord. Stéphane Morel), Bois (coord. Alexa Dufraisse), Métal (coord. Maxime L’Héri er) et Numérique (coord. Livio de Luca), en lien avec la maîtrise d’œuvre et avec le sou en logis que de l’Établissement Public chargé de la conserva on et de la restaura on de la cathédrale Notre-Dame de Paris (EPRNDP), qui seront présentés, discutés et mis en perspec ve lors du colloque.

Les communica ons sont assurées principalement par les membres des groupes de travail du Chan er scien que CNRS/Ministère de la Culture pour la restaura on de Notre- Dame de Paris. Elles seront complétées par une table-ronde avec Pascal Prunet, Architecte en chef des Monuments historiques, qui présentera les opéra ons de restaura on et de reconstruc on des voûtes qui ont été conduites dans le cadre du chan er de restaura on de la cathédrale Notre-Dame.

Ce colloque est organisé à l’occasion de la fin du Chantier scientifique CNRS/Ministère de la Culture (2019-2023). Il correspond aussi au lancement du programme ANR ALTIOR (2023-2026), qui, dans l’élan impulsé par le Chantier scientifique Notre-Dame et en élargissant la focale, se donne pour objectif de comprendre le processus de conquête de la hauteur à Notre-Dame de Paris et dans les cathédrales gothiques des XIIe et XIIIe siècles en France.

Informations pratiques :

16-17 NOVEMBRE 2023 • 10h30

SALLE DE SÉMINAIRE DE L’IRHIS (A1.152)
UNIVERSITÉ DE LILLE • CAMPUS DU PONT-DE-BOIS • VILLENEUVE D’ASCQ

Responsables scienfiques :
Élise Baillieul, IRHiS, ULille – elise.baillieul@univ-lille.fr
Yves Gallet, Ausonius, UBordeaux-Montaigne – yves.gallet@u-bordeaux-montaigne.fr

Contact : Christine Aubry, IRHiS, ULille, Tél. 03 20 41 62 87 — christine.aubry@univ-lille.fr Organisation : Martine Duhamel, IRHiS, ULille, Tél. 03 20 41 73 45 — martine.duhamel@univ-lille.fr

Colloque

dans le cadre du chantier scientifique CNRS/ Ministère de la Culture pour la restauration de la cathédrale Notre-Dame de Paris

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Colloque – Construire une histoire du handicap et de la surdité à travers les siècles

Pour la troisième année consécutive, le séminaire « Construire une histoire du handicap et de la surdité à travers les siècles » propose de bâtir une réflexion autour des recherches sur l’histoire du handicap, de la surdité et des troubles psychiques. L’objectif est de mettre en relation des recherches qui s’effectuent souvent en parallèle et de constituer un réseau scientifique qui dépasse les limites actuelles, en faisant converger notamment des historien·e·s  qui, depuis les vingt dernières années, renouvellent les trois champs de recherche par des approches, des méthodes et des objets nouveaux. Les communautés scientifiques s’intéressant à l’histoire du handicap, de la surdité et des troubles psychiques de l’espace francophone se sont plutôt construites autour des thématiques (cécité, surdité, psychiatrie) ou des périodes historiques et des aires culturelles précises (histoire du handicap du XXe siècle, ou dans l’Europe médiévale). À l’époque contemporaine ces communautés de recherche ont pris des chemins divergents. Du côté de la surdité, l’historiographie a fondé ses approches sur une conception socio-anthropologique des sourds et de la langue des signes en laissant le concept de surdité rivé à une histoire médicale de la déficience ou tout au moins, à une histoire de catégories technico-institutionnelles et à sa critique. Du côté de l’histoire du handicap, une partie de la recherche s’est centrée sur l’histoire institutionnelle du handicap et sur les politiques publiques de sa prise en charge. La Deaf History, la Disability History et la Mad History ont construit ainsi leurs propres réseaux scientifiques internationaux et leurs propres épistémologies avec une certaine distanciation voire cloisonnement.  

Si les histoires du handicap et de la surdité s’entremêlent au cours de l’époque contemporaine (l’origine de l’éducation des sourds et des aveugles remonte au XVIIIe siècle, les sourds luttent d’ailleurs aux côtés des aveugles pour conquérir le droit à une éducation gratuite, laïque et obligatoire au cours des années 1930), les historiographies de l’une et de l’autre ne se croisent que rarement. Les thématiques centrales divergent selon les époques : les chercheurs intéressé·e·s par les époques médiévale et moderne prêtent un intérêt considérable au poids de la religion, ce qui n’est pas le cas pour l’époque contemporaine. La littérature historique sur la période contemporaine a évolué d’un intérêt pour les politiques publiques, pour l’action des institutions éducatives ou associatives ou pour les trajectoires biographiques (des grands personnages historiques comme les médecins ou les éducateurs), vers des approches transnationales ou davantage biographiques, ou vers des approches plus intersectorielles, prenant en compte le genre ou la race. Quelques travaux historiques commencent à intégrer le paradigme intersectionnel dans leurs recherches, où le « handicap » est conceptualisé comme l’une des multiples caractéristiques identitaires de l’individu. Dans le champ de la Mad History, l’historiographie s’est intéressée récemment aux alternatives thérapeutiques à l’institutionnalisation, aux trajectoires de vie des personnes concernées, et aux relations entre les institutions et les familles.

Nous souhaitons donc poursuivre et formaliser l’élan de l’année universitaire précédente, afin de contribuer à la fois à la diffusion des travaux récents ou en cours ; à la formation des jeunes chercheurs ; ainsi qu’à la structuration d’un réseau francophone de recherche sur l’histoire du handicap et de la surdité toutes périodes historiques confondues.

Les séances suivantes prendront place les troisième mardi du mois à partir du 21 novembre, de 17h à 19h. Comme l’année universitaire précédente, le séminaire sera hybride, français et LSF (en présentiel à l’EHESS, 54 boulevard Raspail 75006 Paris et en ligne sur Zoom avec sous titrage automatique ; les informations utiles vous seront communiquées ultérieurement).

Programme :

17 octobre 2023 : séance d’ouverture dans le cadre du cycle de conversations organisé par Le Comptoir – Fondation Maison des sciences de l’Homme et la revue ALTER éditée par les Éditions de l’EHESS : Dimensions historiques du handicap avec la participation de :

  • Ninon Dubourg (chargée de recherche du FRS-FNRS, Université de Liège), « Empreintes matérielles de la cécité et de la mutité à l’époque médiévale », Les nouvelles de l’archéologie, n°165, Archéologies du handicap, 2021.
  • Valentin Miclon (chercheur postdoctorant projet REQUIEM, Université de Caen Normandie), « Un handicap institutionnalisé : la lèpre au Moyen Âge », Les nouvelles de l’archéologie, n°165, Archéologies du handicap, 2021.

Le revue est en vente au Comptoir et consultable sur Openedition Journals ici

  • Discutant : Gildas Brégain, historien, chargé de recherche au CNRS, Laboratoire Arènes et co-rédacteur en chef de la revue ALTER.

21 novembre 2023 :   Identifier le handicap sous toutes ses formes 

  • Samuel Dalzilio (Université du Luxembourg), « Parcours de vie de personnes porteuses d’un handicap à l’heure de la désinstitutionnalisation psychiatrique en Belgique »

Au regard du nombre actuel de lits psychiatriques toujours élevé dans le royaume, il est aisé de penser que la désinstitutionnalisation psychiatrique en Belgique n’a pas eu lieu. Cependant, un analyse plus fine permet de révéler un réalité d’avantage nuancée. En effet, la transformation de l’asile en hôpital psychiatrique dans la seconde moitié du XXe siècle entraine la sortie de certaines catégories de patients traditionnellement placées dans les institutions psychiatriques à défaut d’autres perspectives de prise en charge. C’est le cas notamment des personnes porteuses d’un handicap mental qui, bénéficiant d’une série d’innovations législatives et institutionnelles à partir des années 1960, vont être orientées vers des nouveaux espaces d’accueil, de soins et d’assistance spécifiques à leurs besoins. A travers l’étude de parcours de vie sur des temps longs de personnes porteuses d’un handicap, toutes internées dans une institution psychiatrique bruxelloise en 1963, cette contribution interrogera les modalités concrètes de cette désinstitutionnalisation partielle.

  • Rozenn Colleter (archéo-anthropologue à l’INRAP Grand-Ouest, UMR 5288 CAGT « Centre d’anthropobiologie et de génomique de Toulouse »), « L’archéologie du handicap et des inégalités sociales au couvent des Jacobins de Rennes (XIIIe-XVIIIe siècle) »

L’état de santé d’une population et le handicap ne relèvent pas uniquement des questions de pathologie et de biologie, mais aussi des interactions des hommes avec leur environnement et de leur situation économique et sociale. Si ces interactions sont difficiles à lire pour les populations du passé, l’archéologie peut se baser sur l’impact fonctionnel de certaines lésions handicapantes. Les cimetières du couvent des Jacobins de Rennes serviront ici de support à l’exercice pour montrer le poids des inégalités hommes/femmes, des groupes socio-économiques selon les périodes envisagées. Cette approche, bien que nécessairement limitée, est cependant encourageante pour l’histoire des handicaps et des inégalités.

19 décembre 2023 :  Lèpre et handicap au Moyen Âge

  • Johan Picot (historien consultant, chercheur associé à l’Institut Ausonius‑UMR 5607 (Université Bordeaux-Montaigne), directeur d’édition de l’Académie des Sciences, Belles-Lettres et Arts de Clermont-Fd), « La Purge des lépreux. Maladie, justice et société en Auvergne à la fin du Moyen Âge »

Dès le début du XIIe siècle au plus tard, l’Auvergne assiste au retour de la lèpre. Au sein du diocèse de Clermont, une ville se démarque plus que les autres par sa politique d’assistance et par les dispositifs sanitaires qu’elle met en place : Montferrand. La ville paraît la plus organisée avec la léproserie d’Herbet qui fait figure de « centre de dépistage » pour les malades. Prise en charge par le consulat, la pratique qui consiste à examiner les personnes soupçonnées de lèpre s’institutionnalise peu à peu et prend la forme d’un tribunal royal original et unique en France : « la Purge ». Contrôlée par les officiers royaux dès le début du XIVe siècle au plus tard, le rôle du tribunal consiste, sous couvert de l’utilitas publica, à chercher, convoquer, examiner, juger puis écarter de la population les lépreux demeurant en Auvergne. 

  • Adam Mirbeau (doctorant /Université d’Angers – TEMOS (Temps, mondes, sociétés) UMR 9016 CNRS), « Infirmités corporelles permanentes et temporaires dans les cas d’empêchements canoniques au sacerdoce (1140-1234) : vers une distinction entre « handicap » et « maladie » ? »

La communication s’appuie sur des textes du droit canonique médiéval (1140-1234) qui régissent le statut des prêtres selon leur corps. Elle étudie les empêchements canoniques au sacerdoce en mettant en regard ceux liés à une infirmité corporelle permanente d’une part, et temporaire d’autre part. L’inscription de l’infirmité dans le temps est l’un des éléments examinés par les canonistes pour déterminer le degré de capacité juridique d’un prêtre infirme. Comment est mobilisé l’argumentaire de la temporalité dans ces cas d’empêchements ? Selon quel vocabulaire ? Quelles sont les conséquences juridiques particulières selon que l’infimité soit une mutilation congénitale, ou acquise, ou une faiblesse corporelle temporaire, ou intermittente ? Quels cas juridiques permettent aux canonistes de penser l’état-limite entre infirmités permanentes et infirmités temporaires ? In fine, cette communication vise un double objectif : dégager des éléments de compréhension de la typologie des désordres corporels telle qu’elle s’élabore dans le droit canonique ; et questionner, à l’aune de la pensée juridique médiévale, les ressorts d’une distinction aujourd’hui admise entre « handicap » et « maladie ».

16 janvier 2024 : Histoires intimes et maternités

  • Francesca Arena (Institut éthique, histoire & humanités, iEH2, Université de Genève), « Folles de maternité. L’aptitude des femmes à faire les mères sous le regard des médecins  (XVIIIe-XXe siècles) »

Alors qu’une nouvelle molécule vient d’être approuvé par les FDA (le zuranolone) pour le traitement des dépressions post natales, l’origine du diagnostic de ces troubles est ancien. 

La fatigue, la tristesse, les bizarreries de la femme qui accouche, connues depuis l’Antiquité, sont repensées au XIXe siècle par une médecine qui cherche à définir les aptitudes et les comportements normaux de la maternité. 

Au lieu de naturaliser les difficultés du devenir mère et penser une nouvelle épistémologie des fonctions parentales on dispose encore aujourd’hui d’un modèle théorique très ancien pour penser les troubles de la maternité qui clive les comportements des femmes. 

Je reviendrai ainsi dans les principales étapes de la construction d’un paradigme de maternité psychique questionnant le rôle joué par les différentes spécialités médicales et ses imbrications avec les assignations sociales de genre.

  • Caroline Muller (maîtresse de conférences en histoire contemporaine à l’université Rennes 2), « Les « amoureuses de prêtres » de la Belle Époque. Du fait divers à la catégorie psychiatrique »

Dans la seconde moitié du XIXe siècle, les médecins aliénistes s’attachent à décrire toujours plus précisément les maux féminins à l’aide de catégories de plus en plus nombreuses. Si l’on connaît le cas de l’hystérie (Edelman, 2003), on s’est moins intéressé à l’érotomanie, dont la définition provoque des débats animés à partir des années 1890.  Articulant fait divers, histoire de la médecine et histoire du genre, mon propos retracera la construction socioculturelle de l’érotomanie à partir de la littérature médicale. Or, au centre de l’élaboration de cette affection psychiatrique, on trouve « l’amoureuse de prêtre », femme qui se croit aimée de son confesseur ou de son curé, parfois jusqu’à l’agression physique et au harcèlement. Comment expliquer que cette figure d’amoureuse de prêtre, née du fait divers, entre dans les collections de cas cliniques jusqu’à incarner le modèle de l’érotomane dans les années 1920 ?

19 mars 2024 : Sourds et entendants dans l’histoire (séance ouverte à tou·tes)

  • Dirksen Baumann (professeur et directeur du centre des Deaf Studies, Université Gallaudet, E.-U), « Perte auditive : comment les personnes entendantes souffrent du phonocentrisme  »

Ce séminaire propose une nouvelle façon de considérer la « perte d’audition » – non pas comme le manque d’audition qui définit la surdité, mais comme le manque que les personnes entendantes ressentent lorsqu’elles ne parviennent pas à intégrer la conscience du gain sourd.  La plupart d’entre nous n’ont pas conscience d’être des personnes entendantes ; pourtant, dès que nous prenons conscience d’être « entendants » dans le contexte de la communauté sourde, nous prenons conscience de la contingence de ce point de vue épistémologique particulier. Ce séminaire présentera les symptômes des privations créées par une orientation phonocentrique non examinée – y compris les façons limitées dont nous avons défini ce qui est et n’est pas une langue, les façons dont nous avons conçu notre environnement bâti, le manque de contact visuel soutenu, et la vulnérabilité au stress accru causé par la pollution sonore. Mettre en avant ces incarnations de la « perte auditive » permet de décentrer l’audition comme une position de privilège par défaut.

  • Discussion avec Andrea Benvenuto, EHESS.

30 avril 2024 :  Appréhension de la surdité et de la folie

  • Eva Yampolsky (lnstitut éthique histoire humanités, IEH2, Université de Genève), « Histoire de la folie aux époques moderne et contemporaine. La folie du suicide. La mort volontaire comme objet médical en France au XIXe siècle »

Le suicide demeure depuis toujours, et encore aujourd’hui, un problème de société. Au cours de l’histoire, tout un spectre de savoirs et de pratiques – juristes, ecclésiastiques, philosophes, puis médecins et sociologues, entre autres – questionnent ce phénomène et se confrontent à son défi. Dans ce séminaire, il s’agira d’explorer la manière dont le suicide est devenu un objet psychiatrique au XIXe siècle en France. Nous examinerons les définitions et les théories médicales, les pratiques thérapeutiques, et les enjeux sanitaires de la prévention, à l’aube de la suicidologie contemporaine.

  • Pauline Teyssier, (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne,Institut d’histoire moderne et contemporaine (IHMC)),« Des citoyens à intégrer : la prise en charge des sourds-muets, des aveugles et des aliénés par l’État. Le rôle des institutions nationales (Révolution française-début du XIXe siècle) »« Avant la découverte des procédés salutaires que nous connaissons, la dure nécessitée forçait leurs frères à les plaindre sans entreprendre de les guérir, mais aujourd’hui ne serions-nous pas coupables de lèze-humanité si, par notre insouciance, nous laissons échapper les moyens connus de les consoler dans leur infortune ! Épargnons-nous ce remords et ne laissons pas ce regret à la postérité […] ». En introduisant cette nouvelle notion de crime de « lèze-humanité », Louis-François Alhoy (1760-1826), instituteur puis directeur entre 1797 et 1799 de l’Institut des sourds-muets de Paris, entend dénoncer l’indifférence coupable dont les sourds-muets ont fait l’objet jusqu’alors. La question de la prise en charge des sourds-muets, des aveugles et des aliénés fait en effet l’objet de nombreux débats pendant la Révolution française. Pour les révolutionnaires, l’enjeu est de se réapproprier le monopole que possédait l’Église sur l’assistance aux pauvres et aux infirmes, mais aussi de poser une question qui devient essentielle dans ce moment de recomposition politique et sociale : quelle place accorder aux infirmes dans cette nouvelle communauté politique en construction ? Tout sujet étant amené à devenir citoyen, l’enjeu de l’intégration de ces individus souvent considérés comme marginaux s’impose comme un impératif national, et se traduit notamment par la mise en place d’institutions nationales, placées sous tutelle du ministère de l’Intérieur et financées, en partie, sur des fonds publics. Ces institutions diffèrent dans leur fonctionnement mais contribuent, chacune à leur échelle, à catégoriser ces populations par leur prise en charge spécifique.

21 mai 2024 : Histoire de l’institution des sourds de Paris et des sourds en général

  • Alexis Karacostas, Histoire de l’INJS de Paris (publication prévue 2024, Créaphis) : présentation du livre
  • Andrea Benvenuto (maitresse de conférences à l’EHESS – Collectif de recherche Les Deaf Studies en question) & Mike Gulliver (chargé de recherche au Deaf Studies Trust – Bristol), « Les banquets des sourds-muets : un espace sourd dans et hors des murs de l’Institut »

Cette communication s’inspire d’un article qui accompagne la publication prochaine d’un ouvrage dédié à l’histoire de l’Institut national de jeunes sourds de Paris. La renommée de l’Institut s’est forgée à partir de l’héritage de l’abbé de L’Épée et de l’enseignement en langue des signes alors même que celle-ci était bannie des salles de classe, marquant, selon les Deaf Studies, la période la plus sombre de son histoire. La mise à l’écart progressive des enseignants sourds et de la langue des signes tout au long du xixe siècle et l’ère ouvertement oraliste qui commence au tournant du xxe siècle, ont placé l’Institution parisienne au centre de critiques dénonçant ces mesures d’oppression des sourds. Si nous avons choisi d’apporter une pierre à l’écriture de l’histoire de l’Institut des Sourds de Paris, en prenant appui sur les banquets des sourds-muets et en nous servant de la notion d’espace sourd, c’est bien parce que les banquets portent à la fois une réponse aux tensions linguistiques et politiques vécues par les sourds à l’intérieur des murs de l’Institut des sourds de Paris. En même temps, ils ne peuvent être analysés sous le seul angle de la réaction à une politique, aussi défavorable soit-elle aux intérêts des sourds. Les banquets représentent un moment capital dans la reconfiguration de la scène en termes égalitaires (Benvenuto, 2009, 2013), là où la réalité alternative d’une humanité signante transperce le monde « normal » et se manifeste dans un lieu spécifique, avec une puissance politique propre (Gulliver, 2004, 2009).

  • Arnaud Paturet (CNRS, centre de théorie et analyse du droit, École normale supérieure/Nanterre Université), « Histoire de la surdité à l’époque antique »

Si la différence et la déficience corporelles n’apparaissent que modérément dans les législations modernes, hormis celles qui visent l’érection du handicap au sens large comme catégorie spécifique, les textes des juristes romains contenus dans divers recueils (Digeste, Sentences de Paul, Code et Institutes de Justinien, Règles d’Ulpien) recèlent des références à diverses formes d’anormalités physiologiques. Ils raisonnent comme un écho aux textes littéraires, ceux-ci fournissent des témoignages au regard de l’exclusion ou de l’acceptation de la différence physiologique selon les cas et les époques. Parmi les sources juridiques, la surdité occupe 32 textes sur la masse juridique documentaire qui nous est parvenue. Les juristes distinguent la défaillance auditive, même sévère, de la surdité totale (D.44.2.1.15). Une fois cette séparation établie, deux hypothèses sont à prendre en compte lorsqu’il s’agit par exemple de contracter des obligations. D’abord celle de la stipulatio qui requiert une interrogation et une réponse afin d’exprimer la promesse d’une action future. Ici ni le muet, ni le sourd ni l’enfant, ni l’absent ne peuvent contracter. En revanche, quand l’obligation n’implique pas la parole au plan formel, les opérateurs du droit sont plus souples. Le juriste sévérien Paul nous indique au D.44.7.48 que dans les affaires où les paroles ne sont pas nécessaires et dans lesquelles le consentement suffit, un sourd peut être contractant parce qu’il lui est possible de comprendre les termes de l’accord. Ainsi, on constate que le droit romain classique n’a pas traité la surdité comme une déficience qui, par principe, pourrait barrer l’accès au droit pour les protagonistes. Les seules restrictions qui subsistent sont celles afférentes aux formes du droit si chères aux juristes Romains.

18 juin 2024 : Conflits et handicaps en URSS et en France

  • Alexandre Sumpf, (Université de Strasbourg), « Se représenter et s’affirmer invalide dans la Russie tsariste: les mutilés de guerre de 14-18 »

Devenus un groupe social à part entière du fait des ravages de la guerre industrielle, les invalides de guerre ont dû mettre en œuvre à leur profit le contrat établi avec l’État en 1912 pour les vétérans du conflit contre le Japon. En effet, dans leur ensemble, leurs commentaires collectifs et leurs initiatives individuelles ont proposé une nouvelle rédaction construite moins sur une base morale/patriotique (recherche de récompense), que sur une base médicale et juridique (recherche d’indemnisation). Ils se sont remobilisés pour un nouveau combat quand c’était encore possible – pendant la guerre – parce qu’ils savaient qu’en Russie, l’État et la société ne reconnaissent pas leur dette envers les vétérans et marginalisent les handicapés. La plupart d’entre eux ont été réduits au silence, mais certains ont appris à écrire « je » et à situer leur destin personnel au milieu de l’histoire générale d’une armée vaincue et d’un village révolutionné.

  • Marie Derrien (maîtresse de conférences en histoire contemporaine à l’Université de Lille, membre de l’Institut de recherches historiques de l’Institut de recherches historiques du septentrion (IRHiS – UMR 8529)), « Des invalides à part. Les effets de la Grande Guerre sur la perception et la prise en charge des maladies mentales à travers le cas des « mutilés du cerveau » »

Au lendemain de l’armistice, une loi réforme la législation sur les pensions attribuées aux soldats blessés et infirmes. Son article 55 est le seul à concerner une catégorie de pensionnés définie en fonction de l’infirmité dont ils sont atteints : les anciens combattants atteints de troubles mentaux. Exclus des soins médicaux gratuits, ceux-ci sont contraints de faire prélever sur leur pension leur frais de séjour à l’asile, mais aussi une indemnité pour leurs épouses et leurs enfants qui n’ont pas droit aux statuts de veuve et d’orphelin. Puis, au cours de l’entre-deux-guerres, le bénéfice de la « présomption d’origine », en vertu de laquelle ils n’ont pas à prouver que leur maladie est imputable à la guerre, leur est de plus en plus contesté. Bon nombre voient leurs demandes de pension rejetées, tandis que les portes des écoles de rééducation leur sont fermées. Ainsi, le traitement réservé au handicap mental diffère fondamentalement de celui que suscite le handicap physique. Nous montrerons pourquoi et ce que cela implique pour les « mutilés du cerveau ».

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Séminaire – Quo vadis. La fabrique des savoirs à l’ère numérique (2023-2024)

Organisation: Maria-Elena Kammerlander (Freiburg) et Pauline Spychala (Paris) quovadis@geschichte.uni-freiburg.de

Programme :

08.11.23, 18-20h st.
Soumaya Daoussi (Saint-Denis)
De Rumersberg à Remiremont, histoire des femmes et d’une abbaye entre l’Empire et le royaume de France

15.11.23, 18-20h st.
Isabel Kimpel und Jonas Narchi (Heidelberg)
Von Pergament zu PDF? Ein Praxiseinblick in Editionsprojekte zu Anselm von Havelberg und Caesarius von Heisterbach

29.11.23, 18-20h st. – Sondersitzung
Sven Ködel (Paris)
Französische Bibliotheks- und Archivlandschaft digital ergründen

06.12.23, 18-20h st.
Antonin Charrié-Benoist (Paris)
Pour une prosopographie de la vie intellectuelle dans la Ravenne altomédiévale

17.01.24, 18-20h st.
Simon Suttmann (Freiburg)
Spielregeln und soziale Praxis. Rangkommunikation im Spiegel der süditalienischen Historiographie um

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Offres d’emploi – 2 Postes scientifiques – Domaine : Archéologie médiévale

L’Université de Liège est une institution de recherche complète au sein de laquelle plus de 3500 chercheur·euse·s et plus de 2000 doctorant·e·s sont actif·ve·s dans toutes les disciplines : sciences humaines et sociales, sciences de la vie, sciences de la santé et médecine.

Au sein de l’ULiège, les chercheur·euse·s ont une multitude d’occasions d’étendre leurs réseaux et leurs relations via un environnement de recherche attractif, inclusif et favorable.

Depuis 2011, l’ULiège porte fièrement le label HRS4R «Human Resources Strategy for Reseachers» délivré par la Commission européenne.Cette stratégie d’excellence permet d’améliorer les conditions de travail mais aussi de recrutement basé sur l’ouverture, la transparence et le mérite.

Grâce au centre EURAXESS, l’université accueille de nombreux chercheur·euse·s étrangers. Favorisant la mobilité, le centre propose toute une série de services aux chercheur·euse·s qui souhaitent rejoindre l’ULiège ou organiser un séjour à l’étranger.

Pour de plus amples informations sur ce que l’Uliège peut vous offrir, veuillez consulter https://www.recherche.uliege.be/cms/c_9263814/fr/hr-excellence-en-recherche- hrs4r).

Si vous êtes un chercheur·euse en mobilité, vous pouvez contacter euraxess@uliege.be et consulter la page web https://www.recherche.uliege.be/cms/c_9281209/en/mobilite-euraxess

INFORMATIONS SUR LE PROJET DE RECHERCHE

Surplombant la Vesdre à l’est de Liège, la colline de Chèvremont fut un haut lieu de pouvoir aristocratique puis royal jusqu’au tournant de l’an Mil. Outre la fortification, les bâtiments décelés en prospection constitueraient une découverte archéologique majeure pour la société occidentale alto-médiévale. Dans les deux années à venir, un vaste projet immobilier impactera le site. L’AWaP et l’Université de Liège ont donc décidé de s’allier pour assurer la fouille préventive des zones concernées. En plus de la fouille archéologique scientifique, le projet comprend un volet pédagogique et accueillera des étudiants sur le chantier.

QUEL EST VOTRE FONCTION ?

ARCHEOLOGUE

En tant qu’archéologue au sein de notre équipe, vous jouerez un rôle essentiel dans la recherche sur le terrain. Vous serez responsable de plusieurs missions clés, notamment :

 Fouillemanuelle
 Suivid’excavationsàlapellemécanique
 Enregistrementgraphiqueetphotographiquedesdonnées  Enregistrementdesfichesdefaitsetd’US
 Conditionnementdumatériel
 Identificationdumatériel
 Sélectiond’échantillonspouranalysesarchéométriques
 Encadrementdesstagiaires

VOTRE PROFIL

Profil scientifique, Assistant de recherche, (R1) chercheur débutant (entre 1 et 4 ans max. d’ancienneté).

O COMPETENCESREQUISES:

  •   Maîtrisedesméthodesdefouillesarchéologiquessursitehistorique
  •   Maîtrisedesméthodesderelevésetd’enregistrementdesdonnées
  •   Connaissancedumatérieletdesstructuresmédiévales
  •   Connaissancedesméthodesd’analysesarchéométriquesapplicables (datation, identification, relevé)
  •   Connaissancedesterrainsrégionaux O COTEHUMAIN:  Savoirtravaillerenéquipe  Savoircommuniquer
     Fairepreuved’adaptabilité  Organisationetrigueur  Compétencespédagogiques O LANGUES:  Français–languematernelle  Anglais–niveauB2
     Neerlandais–niveauB2
     Allemand–NiveauA2 NOS CONDITIONS D’ENGAGEMENT
  •   Type de contrat : CDD, temps plein, 38h semaine
  •   Duréeducontrat:unan
  •   Entréeenfonction:janvier2024 CE QUE NOUS OFFRONS Traitement mensuel brut de base pour un temps plein (échelle S102). Le salaire et le grade dépendent du niveau d’expérience. Sur base d’un dossier complet, l’Administration des Ressources Humaines de l’ULiège peut estimer la rémunération mensuelle brute. La rémunération sera à charge du budget COS.

Le remboursement complet de trajets domicile/lieu de travail effectués en transport en commun et l’accès à un panel de formations spécifiques pour les chercheurs ou les chercheuses sont possibles.

CE POSTE DONNE L’ACCES A TOUT UN EVENTAIL DE FORMATIONS : Pour plus d’informations concernant les formations, voir :

https://www.recherche.uliege.be/cms/c_12381524/fr/listing-des-formations-transversales

L’ENVIRONNEMENT DE TRAVAIL
L’essentiel du travail sera réalisé sur le site archéologique de la colline de Chèvremont, en extérieur, au sein d’une équipe d’une dizaine de professionnels. Des bureaux seront également mis à disposition au sein du CEA de l’ULiege.

COMMENT POSTULER ?

Les candidatures (lettre de motivation et CV détaillé), doivent être envoyées à l’adresse suivante: line.vanwersch@Uliege.be, en précisant le numéro de référence (COS2023- Chèvremont-1) pour le 30 novembre 2023 au plus tard.

LA PROCEDURE DE SELECTION

 UnepremièresélectionseraeffectuéesurbaseduCV
 Les candidats retenus passeront un entretien oral en présentiel. Le comité de

sélection sera composé de F. Close, E. Delye, D. Henrard et L. Van Wersch.

Notre politique institutionnelle est basée sur la diversité et l’égalité des chances. Nous sélectionnons les candidat·e·s en fonction de leurs qualités quels que soient leur âge, leur orientation sexuelle, leur origine, leurs convictions, leur handicap ou leur nationalité.

RENSEIGNEMENTS COMPLÉMENTAIRES

Pour tout renseignement complémentaire sur la nature des tâches ou la procédure, contactez line.vanwersch@Uliege.be.

Date de parution : 24/10/2023

OFFRE D’EMPLOI COS2023-Chèvremont-2
POSTE SCIENTIFIQUE (H/F/X),
CDD, 1⁄2 TEMPS
DOMAINE : ARCHEOLOGIE MEDIEVALE
SERVICE D’ARCHEOLOGIE MEDIEVALE – CEA, LIEGE
DEBUT : JANVIER 2024
DEADLINE : 30 NOVEMBRE 2023

L’Université de Liège est une institution de recherche complète au sein de laquelle plus de 3500 chercheur·euse·s et plus de 2000 doctorant·e·s sont actif·ve·s dans toutes les disciplines : sciences humaines et sociales, sciences de la vie, sciences de la santé et médecine. Au sein de l’ULiège, les chercheur·euse·s ont une multitude d’occasions d’étendre leurs réseaux et leurs relations via un environnement de recherche attractif, inclusif et favorable. Depuis 2011, l’ULiège porte fièrement le label HRS4R «Human Resources Strategy for Reseachers» délivré par la Commission européenne.Cette stratégie d’excellence permet d’améliorer les conditions de travail mais aussi de recrutement basé sur l’ouverture, la transparence et le mérite. Grâce au centre EURAXESS, l’université accueille de nombreux chercheur·euse·s étrangers. Favorisant la mobilité, le centre propose toute une série de services aux chercheur·euse·s qui souhaitent rejoindre l’ULiège ou organiser un séjour à l’étranger. Pour de plus amples informations sur ce que l’Uliège peut vous offrir, veuillez consulter https://www.recherche.uliege.be/cms/c_9263814/fr/hr-excellence-en-recherche- hrs4r). Si vous êtes un chercheur·euse en mobilité, vous pouvez contacter euraxess@uliege.be et consulter la page web https://www.recherche.uliege.be/cms/c_9281209/en/mobilite-euraxess

INFORMATIONS SUR LE PROJET DE RECHERCHE

Surplombant la Vesdre à l’est de Liège, la colline de Chèvremont fut un haut lieu de pouvoir aristocratique puis royal jusqu’au tournant de l’an Mil. Outre la fortification, les bâtiments décelés en prospection constitueraient une découverte archéologique majeure pour la société occidentale alto-médiévale. Dans les deux années à venir, un vaste projet immobilier impactera le site. L’AWaP et l’Université de Liège ont donc décidé de s’allier pour assurer la fouille préventive des zones concernées. En plus de la fouille archéologique scientifique, le projet comprend un volet pédagogique et accueillera des étudiants sur le chantier.

QUEL EST VOTRE FONCTION ?

ARCHEOLOGUE En tant qu’archéologue au sein de notre équipe, vous jouerez un rôle essentiel dans la recherche sur le terrain. Vous serez responsable de plusieurs missions clés, notamment :

 Fouille manuelle
 Suivi d’excavations à la pelle mécanique
 Enregistrement graphique et photographique des données
 Enregistrement des fiches de faits et d’US
 Conditionnement du matériel
 Identification du matériel
 Sélection d’échantillons pour analyses archéométriques
 Encadrement des stagiaires

VOTRE PROFIL

Profil scientifique, Assistant de recherche, (R1) chercheur débutant (entre 1 et 4 ans max. d’ancienneté).

COMPETENCES REQUISES:
 Maîtrise des méthodes de fouilles archéologiques sur site historique
 Maîtrise des méthodes de relevés et d’enregistrement des données
 Connaissance du matériel et des structures médiévales
 Connaissance des méthodes d’analyses archéométriques applicables (datation, identification, relevé)  Connaissance des terrains régionaux

COTE HUMAIN:
 Savoir travailler en équipe
 Savoir communiquer
 Faire preuve d’adaptabilité
 Organisation et rigueur
 Compétences pédagogiques

ANGUES:
 Français–langue maternelle
 Anglais–niveauB2
 Néerlandais–niveauB2
 Allemand–niveauA2

NOS CONDITIONS D’ENGAGEMENT
 Typedecontrat:CDD,mi-temps,19hsemaine
 Durée du contrat:un an
 Entrée en fonction:janvier2024

CE QUE NOUS OFFRONS
Traitement mensuel brut de base pour un temps plein (échelle S102). Le salaire et le grade dépendent du niveau d’expérience. Sur base d’un dossier complet, l’Administration des Ressources Humaines de l’ULiège peut estimer la rémunération mensuelle brute.

Le remboursement complet de trajets domicile/lieu de travail effectués en transport en commun et l’accès à un panel de formations spécifiques pour les chercheurs ou les chercheuses sont possibles.

CE POSTE DONNE L’ACCES A TOUT UN EVENTAIL DE FORMATIONS : Pour plus d’informations concernant les formations, voir : https://www.recherche.uliege.be/cms/c_12381524/fr/listing-des-formations-transversales

L’ENVIRONNEMENT DE TRAVAIL L’essentiel du travail sera réalisé sur le site archéologique de la colline de Chèvremont, en extérieur, au sein d’une équipe d’une dizaine de professionnels. Des bureaux seront également mis à disposition au sein du CEA de l’ULiege.

COMMENT POSTULER ? Les candidatures (lettre de motivation et CV détaillé), doivent être envoyées à l’adresse suivante: line.vanwersch@Uliege.be , en précisant le numéro de référence (COS2023- Chévremont-2), pour le 30 novembre 2023 au plus tard

LA PROCEDURE DE SELECTION
une première sélection sera effectuée sur base du CV
Les candidats retenus passeront un entretien oral en présentiel. Le comité de sélection sera composé de F. Close, E. Delye, D. Henrard et L. Van Wersch. Notre politique institutionnelle est basée sur la diversité et l’égalité des chances. Nous sélectionnons les candidat·e·s en fonction de leurs qualités quels que soient leur âge, leur orientation sexuelle, leur origine, leurs convictions, leur handicap ou leur nationalité.

RENSEIGNEMENTS COMPLÉMENTAIRES Pour tout renseignement complémentaire sur la nature des tâches ou la procédure, contactez line.vanwersch@Uliege.be.

Date de parution : 24/10/2023

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