Séminaire – MGH-Veranstaltungen 2025/26

Diesen Herbst und Winter laden die MGH  zu sechs Online-Veranstaltungen ein: Zwei Vorträge in der Reihe „zurück zu den Quellen“ befassen sich zum einen mit Johannes Trithemius und seinen Cathalogus illustrium virorum und zum anderen mit unorthodoxen, verbotenen Texten im Frühmittelalter. Zum Abschluss der Constitutiones-Edition Kaiser Ludwigs IV. wird Bilanz hinsichtlich der verfassungsgeschichtlichen Einschätzung des Kaisers gezogen. In der Reihe „Vorträge zur Geschichte der Mittelalterforschung“ werden Biografien und zeitgeschichtliche Zusammenhänge von drei Personen der jüngeren Vergangenheit beleuchtet, die mit den MGH in Verbindung standen. (Informationen zur Anmeldung für alle Veranstaltungen am Ende des Beitrags).

Donnerstag, 30.10.2025, 18 Uhr: Die Biogramme des Trithemius im Reich Maximilians I. – von der monastischen Reform zur humanistischen Nationalisierung

Online-Vortrag (Zoom) von Prof. Dr. Arno Mentzel-Reuters

An der Universität Heidelberg bildete sich im späten 15. Jahrhundert unter Kanzler und Bischof Johann von Dalberg (1455–1503) ein Gelehrtenkreis, der Humanismus nach italienischem Vorbild mit monastischen Reformen (Karmeliten, Bursfelder Union) verband. Gemeinsamer Bezugspunkt war die vom Basler Konzil vertretene und von Dominikanern bestrittene Lehre von der ‚Unbefleckten Empfängnis‘, die eine theologische Alternative zum scholastischen Wegestreit eröffnete (via antiqua vs. via moderna).
In diesem Umfeld verfasste der Sponheimer Abt Johannes Trithemius (1462-1516) auf Anregung von Jakob Wimpheling im Cathalogus illustrium virorum Germaniae 321 Lebensbilder, die ein bis ins Frühmittelalter reichendes Panorama deutscher Gelehrsamkeit entwarfen. Daraus erwuchs eine Vision von ‚Germania‘ als geistlich wie weltlich exzellenter Gelehrtenrepublik, verortet auf den Achsen Utrecht–Basel und Cambrai–Erfurt. Diese Utopie blühte kurz im Umfeld Maximilians I., wurde aber bald von der Reformation verdrängt.

Arno Mentzel-Reuters leitet das MGH-Archiv und war die vergangenen 25 Jahre Bibliotheksleiter der MGH. An der Universität Augsburg lehrte er Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters. Schwerpunkte seiner Publikationen sind Mittelalterrezeption im 19./20. Jahrhundert, Deutscher Orden, Humanismus und Reformation und die Buchkultur im Industriezeitalter.

Donnerstag, 27.11.2025, 18 Uhr: Abschluss der Constitutiones-Edition Kaiser Ludwigs IV. (1314-1347)

Online-Vortrag (Zoom) von Prof. Dr. Michael Menzel

Band 7,3 vervollständigt die Constitutiones-Bände über Ludwig den Bayern (Const. 5-7, 1314-1347). Die Gesamtreihe (911-1378) steht schon sehr nahe vor ihrer Vollendung, es fehlen noch die letzten Bände für Karl IV. Eine Bilanz über die Urkundenedition Ludwigs lohnt sich, weil sie die verfassungsgeschichtliche Einschätzung des Kaisers erlaubt, die vorher aufgrund der Unvollständigkeit des Materials nicht sicher möglich schien. Ludwig war der letzte in der Königsreihe seit Rudolf von Habsburg, die als kurze Epoche (1273-1347) den Höhepunkt der spätmittelalterlichen Wahlmonarchie darstellte. Er setzte die fürstliche Wahl als ausschlaggebend für das König- und Kaisertum in den Mittelpunkt und schloss die päpstliche Einflussnahme bei der Legitimierung der Macht im Reich konsequent aus. Der liturgische Rahmen der Krönungen war allenfalls begleitend, nicht aber herrschaftsbegründend. Mit Karl IV. ging die kurze Epoche der eigentlichen Wahlkönige zuende.

Michael Menzel war 2003 bis 2022 Akademie-Professor für Mittelalterliche Geschichte und Landesgeschichte an der Humboldt-Universität und Leiter der Berliner Arbeitsstelle der Monumenta Germaniae Historica. Seit 2012 ist er gewähltes Mitglied der Zentraldirektion. In Würdigung seiner Verdienste als Leiter der Berliner Arbeitsstelle und seiner Editionen in der Reihe Constitutiones wurde Michael Menzel 2022 die Freiherr vom Stein-Medaille der MGH verliehen.

Donnerstag, 11.12.2025, 18 Uhr: „Das bischen Bürokratie“. Lotte Hüttebräuker (1901–1945) – Mediävistin, Direktionsassistentin, Nationalsozialistin

Online-Vortrag (Zoom) von Prof. Dr. Claudia Märtl

Lotte Hüttebräuker war die erste Frau, die fest angestellt an den MGH mitwirkte; mit der Edition der Constitutiones Karls IV. und organisatorischen Aufgaben betraut, war sie rund ein Jahrzehnt lang (1926-1936) eng mit dieser Institution verbunden. In der wissenschaftsgeschichtlichen Forschung wird sie heute vor allem wegen ihrer Nähe zum Nationalsozialismus erwähnt. Quellen zu ihrem Lebensweg sind nur spärlich überliefert, was mit ihrem Freitod in Berlin im April 1945 zusammenhängen dürfte.
Der Vortrag begibt sich auf eine Spurensuche, um die Tätigkeit und Leistung Lotte Hüttebräukers für die MGH zu erhellen, die ein interessantes Beispiel für die beruflichen Perspektiven von Wissenschaftlerinnen und für die Lebensbedingungen der MGH-Mitarbeiter in der Weimarer Republik bietet. Dabei sollen auch die Aussagen zu ihrer politischen Haltung überprüft und eingeordnet werden.

Claudia Märtl war 1995 bis 2001 Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Technischen Universität Braunschweig, 2001 bis 2020 Professorin für mittelalterliche Geschichte mit Schwerpunkt Spätmittelalter an der Ludwig-FFMaximilians-Universität München und 2012 bis 2014 kommissarische Präsidentin der MGH. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die lateinische Überlieferung des Mittelalters und die Geschichte des 15. Jahrhunderts.

Donnerstag, 29.1.2026, 18 Uhr: Purifying Texts in the Early Medieval West

Online-Vortrag (Zoom) von Prof. Yitzhak Hen, PhD (The Hebrew University of Jerusalem)

Throughout Late Antiquity and the early Middle Ages, a vast corpus of potentially dangerous texts was dismissed as unorthodox and unauthorised by Christian scholars and policy makers. These texts exposed their readers to unorthodox systems of thought and belief, and hence should have been eradicated. And yet, although these texts and the world-view they represented were repeatedly questioned, denounced and condemned, they were still read, copied and commented upon by a select group of Christian scholars, who clearly realised the implications of what they were doing. Given the fact that the attitude towards these texts remained negative and reproachful, their preservation and use seem even more intriguing. Yitzhak Hen explores some of the mechanism that allowed the preservation, copying, and reading of such texts in the late-antique and the early medieval West.

Prof. Yitzhak Hen ist seit 2018 Direktor des Israel Institute for Advanced Studies an der Hebrew University of Jerusalem. Im März 2025 wählte ihn die Zentraldirektion der MGH zum korrespondierenden Mitglied. Yitzhak Hens bevorzugtes Forschungsgebiet ist das Frühmittelalter, insbesondere die Merowinger- und Karolingerzeit. Unter anderem legte er paläographische Studien vor sowie eine hebräische Übersetzung von Einhards Vita Karoli Magni, Studien zu Gregor von Tours und zu frühmittelalterlicher Liturgie. Bei den MGH wird er eine Neuedition der Vita Gregorii Turonensis Odos von Cluny herausgeben.

Donnerstag, 12.2.2026, 18 Uhr: Zwischen Ahnenerbe und Misogynie. Der Lebensweg von Maria Neumann (1920–1989) bei den MGH und darüber hinaus 

Online-Vortrag (Zoom) von Jeremias Fonari, M. A.

Im Rahmen der Aufarbeitung der Institutsgeschichte befasst sich Jeremias Fonari mit dem Werdegang der ehemaligen MGH-Mitarbeiterin Maria Neumann (1920–1989). Zunächst im Auftrag des SS-Ahnenerbes unter der Leitung des MGH-Präsidenten Theodor Mayer tätig, arbeitete sie in der Nachkriegszeit kurzzeitig bei den Monumenta, bevor sie in den Lehrberuf gedrängt wurde. Der Vortrag rekonstruiert diese bislang unbeachtete Biografie, weist auf Verbindungen der MGH zum Nationalsozialismus hin und macht zugleich das nach dem Zweiten Weltkrieg vorherrschende misogyne Arbeitsumfeld sichtbar.

Jeremias Fonari ist seit 2022 Mitarbeiter der MGH in den Bereichen Archiv und Digitalisierung sowie Promotionsstudent der historischen Grundwissenschaften. Ein Dissertationsprojekt über die ersten Münzsammler nördlich der Alpen ist in Vorbereitung.

Donnerstag, 19.3.2026, 18 Uhr: „Um Ihren Besuch in Paris beneiden wir Sie sehr …“ – Bernhard Bischoff (1906–1991) in Kriegs- und Nachkriegszeit und seine Kontakte in die internationale Gelehrtenwelt

Online-Vortrag (Zoom) von Jasmin Dorfer, M. A., M. A. LIS

Bernhard Bischoff (1906–1991) gilt bis heute als einer der bedeutendsten Handschriftenforscher des 20. Jahrhunderts. 1933 in München promoviert, gehört Bernhard Bischoff im Gegensatz zu anderen deutschen Wissenschaftlern in die Gruppe derjenigen, die nach dem Krieg sehr schnell in die obere Riege der internationalen Gelehrtenwelt aufstiegen. Die Zeit des Nationalsozialismus scheint seinen Verbindungen ins akademische Ausland keinen Abbruch getan zu haben. Lag es daran, dass sich Bischoff während der Zeit des Nationalsozialismus nichts zu Schulden kommen ließ? Oder möglicherweise an den internationalen Netzwerken, die er vor dem Krieg aufgebaut hatte und die ihn nahtlos weitertrugen? Auch stellt sich die Frage, ob und wie weit die MGH in der Person Friedrich Baetghens versuchten, diese internationale Anerkennung Bischoffs für die MGH zu nutzen.

Jasmin Dorfer ist seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den MGH und Promotionsstudentin der mittelalterlichen Geschichte. Ein Dissertationsprojekt über frühstaufische Briefe und Briefsammlungen ist in Vorbereitung. Seit 2024 leitet sie die Bibliothek der MGH.

Um Ihre Anmeldung wird gebeten per E-Mail an annette.marquard-mois@mgh.de. Die Zoom-Zugangsdaten erhalten Sie einen Tag vor der Veranstaltung.

Source : Monumenta Germaniae Historica

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Séminaire – Doctrines juridiques et tradition canonique

Les séances ont lieu un mardi sur deux de 11h00 à 13h00 en Sorbonne (salle D. 057 : 1er étage de l’escalier E)

Les thèmes porteront en alternance sur la gestion juridique de l’incertitude et sur le gouvernement de la puissance.

  • 18/11 : Séance 1 : Présentation générale et problématiques
  • 9/12 : Séance 2 : Nicolas Sarzeaud, La preuve par la relique : objets saints et régimes de preuve à la fin du Moyen Âge »
  • 9/12 exceptionnelle de 15h00à 17h00, séance 3 : séminaire ANR Cisame (circulation des savoirs médiévaux) sur dubium et perplexitas
  • 20/01/26 : Séance 4 : La lèse-majesté. Aspects normatifs et doctrinaux
  • 27/01/26 : Séance 5 : Olivier Mattéoni : les procès pour lèse-majsté à la fin du Moyen-Âge
  • 10/02 : Séance 6 : Gérer l’incertitude
  • 10/03 : Séance 7 : André Vitoria. La trahison (1)
  • 24/03 : Séance 8 : Gérer l’incertitude
  • 07/04 : Séance 9 : André : la trahison (2)
  • 28/04 : séance 10 : Isabelle d’Artagnan : Les peines infamantes, les signes de la justice et la construction de la domination
  • 2/05/2026 : séance 11: Séminaire jeune recherche (Hugo Regazzi, Cassandre Crespin, Valentin Potier)
  • 26/05 : séance 12 : Gérer l’incertitude : le risque
  • 09/06 : séance 13 : Gouverner la puissance
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Colloque – Poetry and Knowledge: The Production and Transmission of Knowledge in Arabic Verse (1100–1800)

In premodern Islamic societies, poetry was one of the central literary forms for transmitting and disseminating knowledge. Poetry can be found in almost all fields of knowledge, from Qurʾanic sciences, jurisprudence, grammar, rhetoric, and theology to algebra, alchemy, astronomy, astrology, agriculture, cooking, history, geography, logic, and many other fields of knowledge. Thousands of copies of famous poems in Arabic that served or were used to impart knowledge can be found in libraries around the world. Only a few of these poems have been studied in detail; many more are completely unknown to us today.

Despite the very limited research, a number of general assumptions have been made about the poems regularly referred to today as “didactic poems”: They are often written in rajaz meter, have a clear purpose of imparting a fixed body of knowledge, are aimed at facilitating memorization, and have little to no literary merit. Some scholars suggest that a reduced literary quality may have been deliberately chosen in order to focus on content. Some include a wide thematic range of poetry (Khulūṣī 1990), while others advocate a narrow definition and strive to distinguish between “didactic” and “true” poetry (van Gelder 1995, 2007, 2011). Previous research has therefore focused primarily on the formal and genre-related aspects of poetry, which conveys primarily non-literary knowledge. Less attention has been paid to the processes by which knowledge is produced, transmitted, and disseminated in poetry.

This is the starting point of our conference: We aim to explore the diverse strategies used to produce, convey, and disseminate knowledge through poetry. This may include, for example, the composition and structure of the poem, the choice of meter, stylistic devices, sonic and performative aspects, and the use of a specific technical lexicon. We hope this shift in perspective will allow us to move beyond viewing such poems as “poetry without literary pretensions” and instead enable a comprehensive analysis of their stylistic, structural, and functional features.

THURSDAY, NOVEMBER 20, 2025

14:30 CONFERENCE OPENING

Syrinx von Hees, Director of the Institute of Arabic and Islamic Studies in Münster, and Natalie Kraneiß

Institute of Arabic and Islamic Studies
Schlaunstraße 2, 2nd floor, room RS 225, 48143 Münster

PANEL 1 / CHAIR: SYRINX VON HEES

14:45–15:20 Betty Rosen (London): Versifying (ʿilm) al-badīʿ: Al-Suyūṭī’s ʿUqūd al-jumān
15:20–15:55 Enes F. Ömeroğlu (Istanbul): Islamic Legal Theory and Poetic Reconfiguration: A Study on al-Suyūṭī’s al-Kawkab al-Sāṭiʿ

15:55–16:25 COFFEE & TEA BREAK

PANEL 2 / CHAIR: NORBERT OBERAUER

16:25–17:00 Andreas Knöll (Münster): Techniques of Jadal as Techniques of Poetry
17:00–17:35 Serkan Ince (Tübingen): Poetry as Argument: The Kalāmī Method in al-Nābulusī’s al-ʿIqd al-naẓīm

17:35–18:00 BREAK

KEYNOTE

18:00 Stefan Reichmuth (Bochum): Arabic Didactic Poetry between Knowledge Transmission and Socio-Cultural Initiation—Cases from Muslim Communities of Learning in Egypt, North and West Africa in the Early Modern Period (16th-19th Centuries)

19:00 RECEPTION

FRIDAY, NOVEMBER 21, 2025

PANEL 3 / CHAIR: ASMAA ESSAKOUTI

09:30–10:05 Claire Gallien (Cambridge): The Epistemic Function of Literature in the Genre of Tartīb al-ʿUlūm

10:05–10:40 Nefeli Papoutsakis (Münster): ʿAlī an-Naḥlah’s (fl. late 10th/16th cent.) encyclopaedic zajal: Didactic poetry in an early-Ottoman Arabic shadow play

10:40–11:10 COFFEE & TEA BREAK

PANEL 4 / CHAIR: JENS FISCHER

11:10–11:45 Montse Díaz Fajardo (Barcelona): Ibn al-Ḫayyāṭ’s “Lāmiyya on the Warrior Saturn”

11:45–12:20 Isabel Toral (Berlin): Edible Eloquence: Gastronomic Poetry and Culinary Knowledge in Ibn Sayyār al-Warrāq’s Kitāb al-Ṭabīkh (10th century CE)

12:20–12:55 Leonie Böttiger (Berlin): Rhyming Recipes: Poetic Transmissions of Practical Knowledge

12:55–14:30 LUNCH BREAK

PANEL 5 / CHAIR: MARCO SCHÖLLER

14:30–15:05 Rabia Egici (Istanbul): Abū al-Ḥasan al-Shushtarī’s al-Qaṣīda al-Nūniyya: A Poetic Rendering of the Concept of Taḥqīq

15:05–15:40 Navid Chizari (Istanbul): Theological Unity through Poetry: al-Qaṣīda al-Nūniyya by Tāj al-Dīn al-Subkī

15:40–16:10 COFFEE & TEA BREAK

PANEL 6 / CHAIR: KRISTOF D’HULSTER

16:10–16:45 Tobias Sick (Münster): “So That They Need Neither Skilled Swimmers nor Shell Divers to Reach its Pearls”: Tracing Knowledge Transfer in a Didactic Arabic Verse Translation

16:45–17:20 Dahir Lawan Mu’az (Kano): From Cairo to Sokoto: Abdullahi Dan Fodio’s Didactic Renditions of al-Suyuti’s al-Itqān and al-Nuqāya in 19th-Century West Africa

17:20–17:55 Natalie Kraneiß (Münster): Versifying a Scholarly Discourse, Seeking the Love of the Ahl al-Bayt: A Poem on ʿAbd al-Qādir al-Jīlānī (d. 561/1166) from the 18th-Century Maghrib

20:00 CONFERENCE DINNER (PRESENTERS)

SATURDAY, NOVEMBER 22, 2025

PANEL 7 / CHAIR: NAZLI VATANSEVER

09:30–10:05 Tuba Nur Saraçoğlu (Mardin): From Riwāya to Poetry: How Has Sīra Narration Changed? The Case of al-ʿIrāqī’s Alfiyya

10:05–10:40 Sahal Varwani (Berkeley): With Rhyme and Reason: Imām ʿUmar al-Kharbūtī’s Logical, Rhetorical, and Dialectical Reading of Imām al-Būṣīrī’s Burdah

10:40–11:00 COFFEE & TEA BREAK

PANEL 8 / CHAIR: PHILIP BOCKHOLT

11:00–11:35 Nadine El-Hussein (Berlin): Political Poetry in al-Andalus and the Maghreb during the Almohad Period

11:35–12:10 Paula Manstetten (Bonn): From Biographical Dictionary to Didactic Poem in the Mamluk period: Al-Ṣafadī’s (d. 1363) Urjūza on the Rulers and Governors of Damascus

12:10–12:30 COFFEE & TEA BREAK

CONCLUDING REMARKS / CHAIR: NATALIE KRANEISS

12:30–12:50 Maysoon Shibi (Berlin)

12:50–13:10 Syrinx von Hees (Münster)

13:15 FAREWELL & LUNCH (PRESENTERS)

Informations pratiques :

Date: November 20–22, 2025

Participation: On-site and via online stream (Register here for online participation)

Venue:

University of Münster

Institute of Arabic and Islamic Studies

Schlaunstraße 2, 2nd floor, room RS 225

48143 Münster

Source : Universität Münster

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Colloque – Archéologie du végétal : de l’écologie à l’économie. XVe Rencontres d’Archéobotanique de Langue Française

Programme : ici

C’est avec joie que nous vous annonçons l’organisation des XVe Rencontres d’archéobotanique de langue française en Bretagne, du 18 au 21 novembre 2025. Elles se dérouleront pour la première fois dans le nord-ouest de la France, à la station biologique de Paimpont (Université de Rennes). La station offre une pension complète et de nombreux espaces de travail collectif au cœur de la forêt de Brocéliande, au milieu d’une vaste mosaïque paysagère.

Cette édition est portée par l’association Alter Ego Rennes, association d’archéologie et de médiation. Le comité d’organisation est composé de jeunes chercheur·euses, issu·e·s de différentes structures actrices de l’archéologie universitaire et préventive.

Les Rencontres Archéobotaniques, issues des premières Tables Rondes des années 1990, permettent de présenter les recherches récentes autour des travaux universitaires, des opérations d’archéologie préventives, des projets de recherches et d’engager des réflexions et des débats. Traditionnellement centrées sur la carpologie, ces rencontres se sont progressivement ouvertes aux autres disciplines archéobotaniques.

Dans la continuité des éditions précédentes, nous vous proposons d’offrir un espace d’échange entre les archéobotanistes et les autres disciplines archéologiques. Cette année, la thématique « Archéologie du végétal : de l’écologie à l’économie » permet d’aborder tous les thèmes de recherche sur la reconstitution des pratiques humaines et des environnements passés.

Sessions :

1.   Se nourrir : les restes alimentaires et de boissons
   2.   Produire et construire : l’artisanat, l’architecture, le travail des champs
   3.   Exploiter son environnement : les forêts, les littoraux, les montagnes…
   4.   Croire, honorer et soigner : pratiques funéraires, religieuses, médicales… 
   5.   Méthodes 

Source : Ralf-XV

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Exposition – Gothiques

De la naissance des cathédrales au Moyen Âge à la contre-culture goth et à la fantasy aujourd’hui, l’art gothique a traversé les siècles de manière inédite. Le Louvre-Lens consacre pour la première fois un panorama au gothique du 12e au 21e siècle, depuis son apparition jusqu’au succès du néogothique au 19e siècle et aux goths contemporains.

L’art gothique résonne avec le temps des bâtisseurs des grandes cathédrales. Ce mouvement, un des premiers à se diffuser dans toute l’Europe, a inspiré des formes artistiques exceptionnelles. Sculptures, objets d’art, peintures, manuscrits, vitraux, photographies et dessins sont rassemblés dans un parcours de plus de 250 œuvres. Ensemble, elles nous offrent de découvrir les renouvellements et les permanences de ces langages gothiques qui ont éclos au cours des temps médiévaux pour renaître avec force au 18e et 19e siècle avec le néogothique et qui continuent de nous inspirer. Mais d’où vient le mot « gothique » lui-même ? Pourquoi cet art de la lumière et de la couleur se retrouve-t-il associé aujourd’hui à une esthétique subversive marquée par le noir et le fantastique ? Comment expliquer cet attrait sans cesse renouvelé ?

L’exposition offre un voyage dans le temps, ponctué d’incursions thématiques sur l’écriture, la musique, le cinéma et la littérature. Elle propose de découvrir à travers les siècles le langage visuel gothique, marqué par l’humanisme, la prouesse technique et la présence du fantastique. Cette immersion dans l’histoire et les imaginaires à la découverte des origines et de l’exceptionnalité des gothiques dévoile un mouvement artistique à la fois unique et multiple, historique et vivant.

De la naissance des cathédrales au Moyen Âge à la contre-culture goth et à la fantasy aujourd’hui, l’art gothique a traversé les siècles de manière inédite. Le Louvre-Lens consacre pour la première fois un panorama au gothique du 12e au 21e siècle, depuis son apparition jusqu’au succès du néogothique au 19e siècle et aux goths contemporains.

Louvre-Lens
24 septembre 2025 – 26 janvier 2026

Commissaire générale : Annabelle Ténèze, directrice du Louvre-Lens

Commissaire scientifique : Florian Meunier, conservateur en chef du patrimoine au musée du Louvre, département des Objets d’art

Conseillère scientifique : Dominique de Font-Réaulx, conservatrice générale du patrimoine, chargée de mission auprès de la Présidente Directrice du musée du Louvre

Commissaire associée : Hélène Bouillon, conservatrice en cheffe du patrimoine, adjointe à la Directrice du Département des Antiquité égyptiennes du musée du Louvre

Assistés de Caroline Tureck, responsable du Pôle Editions-Documentation, Louvre-Lens

Scénographie : Mathis Boucher, scénographe, Louvre-Lens

Source : Louvre – Lens

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Colloque – Apologie pour le métier d’historien : Quoi de neuf ? ou L’expérience historique et sa sublimation épistémologique

En 2026 Marc Bloch entrera au Panthéon. Sa contribution au renouveau de la pratique historienne est considérable et les raisons de se pencher sur sa vie et de relire son œuvre sont multiples. D’un point de vue strictement historiographique, il est, avec Lucien Febvre, le fondateur de l’école des Annales et de l’histoire des mentalités, avec la postérité intellectuelle qu’on lui connaît. Mais Bloch figure aussi parmi les rares historiens qui nous ont laissé des réflexions systématiques sur la pratique de l’histoire. Ainsi, entre pratique historienne et réflexivité de chercheur, s’insère l’expérience de l’histoire. En effet, sa vie est marquée par les deux guerres mondiales en tant que soldat, résistant et simple individu vivant des temps troubles. Et Bloch en est pleinement conscient. Des tranchées de la Grande guerre il décèle le phénomène de la diffusion des fausses rumeurs et en tire un livre. Quelle étrange coïncidence avec notre monde actuel de la post-vérité ! Durant les sombres années 1939-1943 – où il fut successivement soldat défait, universitaire exclu de l’enseignement en tant que Juif puis réintégré comme professeur à Montpellier, enfin résistant et membre du directoire général des Mouvements de la résistance – il rédige son magnifique Apologie pour l’histoire, ouvrage posthume publié en 1949 par son alter ego, Lucien Febvre auquel il dédie le manuscrit. Quelques lignes de cette dédicace suffisent pour évoquer en nous cet entre-deux de l’expérience historique et de sa sublimation intellectuelle : 

« Longuement nous avons combattu de concert, pour une histoire plus large et plus humaine. La tâche commune, au moment où j’écris, subit bien des menaces. Non par notre faute. Nous sommes les vaincus provisoires d’un injuste destin. Le temps viendra, j’en suis sûr, où notre collaboration pourra vraiment re­prendre, publique comme par le passé et, comme par le passé, libre. » 

En prenant comme point de départ l’exemple de Marc Bloch, cette journée d’étude ne se veut pas un hommage à l’homme qu’il fut, ni une exégèse de son œuvre. Cette rencontre invite plutôt à quelque chose qui s’apparente à un jeu de rôles et repose la question de Marc Bloch : sommes-nous en mesure de proposer des nouvelles apologies pour le métier d’historien ?

9h-9h15 : Accueil 

9h15-10h15 : Première séance 

Modératrice : Madalina Vartejanu-Joubert

Aviezer Tucker, “Historiographic Epistemology”

Catherine Larochelle, « Faire l’histoire en temps d’éblouissement : pour une épistémologie inquiète » 

Hizky Shoham, “Reading the Apologie as a Conventionalist Theory of Meaning”

10h15-10h30 : Discussion

10h30-11h10 : Deuxième séance 

Modérateur : Aviezer Tucker

Geoffrey Herman, “Is a History of the Jews of Sasanian Babylonia still possible? Method and Mentalité”

Sascha Auerbach, Hannah Richter, “Slavery, Public Health, and the Biopolitical State in the Eighteenth-Century Atlantic World” 

11h10-11h30 : Discussion et pause-café 

11h30-12h30 : Troisième séance

Modératrice : Cristina Ion 

André Bienvenu Mfo, « Transdisciplinarité et histoire : Reconstruire l’épistémologie du passé à la lumière d’autres sciences »

Jonathan Elukin, “The idea of race in modern historiography”

Noël Bonneuil, « Sériation et dynamique :  Marc Bloch rencontre Henri Poincaré ? »

12h30-12h45 : Discussion 

12h45-14h30 : Déjeuner

14h30-15h30 : Quatrième séance  

Modératrice : Catherine Larochelle  

Anne Viguier, « De l’étude de cas à l’histoire globale: les échelles d’analyse en question »

Juan A. Fernandez Meza, « Réponse et omission : la catégorie des ‘bystanders’ et le métier d’historien »

Taline Ter Minassian, « Marc Bloch et la Russie : retours réflexifs sur le métier d’historien dans le nouveau « temps des troubles »

15h30-15h50 : Discussion

15h50-16h50 : Cinquième séance 

Modératrice : Taline Ter Minassian

Edgars Engizers, “History-writing behind the invisible frontlines of Russo-Ukrainian war”

Thaïs Bihour, « Aborder les violences de guerre en milieu pédagogique : une pratique entre enjeux et défis » 

Raghda Saad, « L’Écho de Marc Bloch en FLE : la littérature comme outil critique face aux récits identitaires et à la « post-vérité » »

16h50-16h30 : Discussion et pause-café 

16h30-17h30 : Sixième séance

Modérateur : Nicolas Pitsos 

Laurent Angard, « Le récit entre fiction et histoire : Marc Bloch à l’école d’Alexandre Dumas »

Juan Luis Fernandez Vega, “Touching words : science, narrative, and rhetoric in history”

Davide Mogetta “An Exercise in “Off-Reading”. Baxandall, Collingwood, and the (Art) Historian’s Craft”

17h30-18h00 : Discussion 

Les travaux du colloque seront suivis d’un apéritif dînatoire 

Informations pratiques :

Le 24 Novembre 2025

Inalco – 2, rue de Lille 75007 Paris – Auditorium Dumézil

Organisateurs : 

Madalina Vartejanu-Joubert – INALCO/PLIDAM

Nicolas Pitsos, BULAC/CREE

Source : INALCO

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Colloque – Symposium Henri Pirenne

Programme : ici

Le 5 décembre prochain, l’Université libre de Bruxelles accueillera le Symposium Henri Pirenne. Mettant à l’honneur la richesse documentaire du fonds d’archives de cet éminent médiéviste déposé à l’ULB en 1986, cette rencontre réunira plusieurs chercheurs et chercheuses autour des travaux et de l’héritage intellectuel et documentaire d’Henri Pirenne. A cette occasion, une sélection de documents emblématiques issus des archives sera exposée et commentée par le Service des Archives, Patrimoine et Réserve précieuse de l’Université.

Organisé à l’occasion du 40ᵉ anniversaire de la constitution de ce fonds d’archives exceptionnel, cet événement s’inscrit dans le cadre du projet de recherche « De main de maître : vers une transcription automatique des archives de l’historien Henri Pirenne et leur analyse génétique et intellectuelle », dirigé par Sébastien de Valeriola (Ratio DH) et Alexis Wilkin (sociAMM).

Une réception conviviale dans le Hall des Marbres de l’Université clôturera la rencontre.

  • Inscriptions : medemont@ulb.be

Source : Université libre de Bruxelles

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Appel à contribution – Les céramiques glaçurées de l’Antiquité aux Temps Modernes (Occident-Orient)

Après une courte utilisation sur la céramique d’époque romaine, la technique de la glaçure semble abandonnée durant plusieurs siècles. Sa réapparition en Orient dès la fin du VIIIe ou le début du IXe siècle dans les premiers siècles de l’Islam marque un changement radical dans le répertoire stylistique et les pratiques domestiques (la glaçure apporte en effet l’étanchéité). Assumant qu’elle vienne de l’Extrême-Orient, elle se diffuse rapidement via les réseaux commerciaux dynamiques dans tout le califat. En Occident, la glaçure semble réapparaître aux alentours du Xe siècle.

Elle s’applique d’abord sur des céramiques à pâtes claires parfois décorées de peinture avant de se développer sur un répertoire morphologique propre. Elle devient ensuite une technique largement répandue qui sera pratiquée au-delà du Moyen-Âge.

Qu’il s’agisse de vaisselle de table ou utilitaire, cette catégorie de matériel soulève une série de questions de recherche qui lui sont propres. Tout d’abord, des interrogations chronologiques relatives à l’apparition des glaçures polychromes en Orient et à celle de sa réapparition en Occident se posent. Ensuite, les découvertes archéologiques ont souvent suggéré une multiplicité d’ateliers non localisés et actifs durant une même période, soulevant des problématiques liées à des attributions géographiques. Ces dernières supposent aussi des centres urbains, économiques actifs, et l’émulation d’artisans, eux-mêmes responsables du transfert des techniques. Enfin, les types et styles liés aux influences entre l’Orient et l’Occident, les phénomènes d’imitations et les transferts techniques sont autant de points souvent débattus.

D’un point de vue technologique, les chaînes opératoires (modes de fabrication et étapes de cuisson) sont tout aussi multiples que la composition des glaçures (plombifères, stannifères et alcalines) ou que les fours utilisés. Au sein des ateliers, produit-on des objets avec et sans glaçure (poterie, carreaux, tuiles) ? Pourquoi ? Et quelles en sont les causes et les conséquences ?

Enfin, se pose la question de la diffusion. Certaines productions, en Orient comme en Occident, semblent réputées et largement diffusées. Quels phénomènes peuvent expliquer ce succès de certaines marchandises au détriment d’autres ? La céramique était-elle diffusée pour elle-même ou pour son contenu, au sein de quels réseaux, par quel biais et selon quels modes ?

Nous nous proposons d’aborder ces multiples questions et les moyens analytiques mis en œuvre pour y répondre lors de la sixième journée du Groupe de contact FNRS CeRA.

Merci d’envoyer vos proposition de communication (max. 3000 caractères) pour le 15 décembre 2025 via le formulaire : https://forms.office.com/pages/responsepage.aspx?id=hDvhYmAZYkWMf3JHKVHaj318aivqh7ZNnkH759SoLO5UN0NWQ0JEQzBVUU0zOVY2UUpFR0RHMDVaMy4u&origin=lprLink&route=shorturl

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Colloque – La transmission patrimoniale en France et en Italie à travers les testaments entre la fin du Moyen Âge et l’époque moderne

Le testament a connu un regain d’intérêt récent, qui s’explique en partie par l’émotion que suscite la lecture de cette source : on y découvre l’individu derrière l’expression de ses dernières volontés, qu’il s’agisse de puissants ou de ceux et celles qui, habituellement, ne prennent pas la parole et n’ont laissé d’autres traces que cet acte notarié. La pratique testamentaire, qui concerne l’ensemble de la société, réapparaît à partir du XIIe siècle, favorisée par l’Église, directe intéressée. Cette renaissance s’explique par la possibilité de prendre des dispositions concernant son âme et ses possessions. Le testament est indispensable afin d’utiliser ses biens terrestres pour s’assurer le salut éternel, mais également pour choisir légataires et héritiers indépendamment des lois sur la succession. Mourir intestat empêcherait d’exprimer des choix.

En Italie, l’abondance documentaire est telle que les chercheurs sont contraints de délimiter le sujet par le choix d’une catégorie professionnelle ou sociale, d’un genre ou d’une période précise, notamment la Grande Peste. En France, la rareté de la source la rend précieuse. Les choix sont alors conditionnés par des archives dont l’abondance varie nettement selon les aires géographiques : on oppose ainsi fréquemment le Midi, terre romanisée où la tradition de l’écrit est ancienne comme en Italie, et Paris, notamment, où les testaments sont plus rares en raison des contraintes que le droit coutumier fait peser sur la succession.

L’aspect spirituel et dévotionnel des testaments a été souvent traité, leur dimension économique et sociale faisant plus rarement l’objet de colloques spécifiques. Le testament sera ici appréhendé dans cette dernière perspective. Est-ce un document privilégié pour étudier la transmission du patrimoine ? Malgré sa richesse, il est lacunaire par définition : l’intégralité du patrimoine n’apparaît jamais. Le terme « patrimoine » est entendu ici dans le sens le plus large, biens immobiliers et mobiliers. Il renvoie étymologiquement à l’héritage du père, mais cette vision patriarcale est infléchie par les testaments féminins, abondants en Italie et plus rares en France. L’intérêt historiographique qu’ils suscitent s’explique certainement par le fait qu’ils permettent de saisir l’agentivité féminine.

Dans une démarche résolument ouverte et diversifiée, ces journées seront l’occasion de faire un double bilan historiographique comparatif : des pratiques testamentaires et du cadre juridique dans lequel elles s’insèrent, en France et en Italie, mais aussi des approches et des méthodes des historiens français et italiens qui se sont emparés de cette documentation.

Programme :

Lundi 24 novembre

14h00 – Ouverture

14h15 – Session 1 : Stratégies des élites économiques

  • Elisabetta Filippini, Università Cattolica di Milano : « Patrimoines en succession. Pratiques testamentaires comparées en Lombardie et à Crémone au Moyen Âge ».
  • Matteo Rossetti, Università Ca’ Foscari Venise/Padova : « From the Silence of the Will to the Voice of the Archive: Testamentary Execution in the Practice of the Procuratori di San Marco, 13th-14th century ».
  • Laure-Hélène Gouffran, CNRS Telemme/Université Aix-Marseille : « Et si forte… Adaptations et stratégies successorales chez les élites économiques marseillaises (fin XIVe-déb. XVe siècle) ».
  • Yannick Deloffre Daval, Université de Liège :  « Les testaments de Jacques II de Bourbon, comte de La Marche et de Castres († 1438) : régler les droits d’héritiers possibles dans un contexte de dissensions familiales ».

16h45 – Session 2 : Fortunes de notables ruraux

  • Laetizia Castellani, Université Pasquale Paoli de Corte : « Le testament en Corse : reflet de la structure socioéconomique et des stratégies familiales, l’exemple de la Balagne (XVIIe-XVIIIe siècle) ».
  • Bruno Evans, Université Toulouse-Jean Jaurès : « Testaments et transmission dans les campagnes du Sud-Ouest au XVIIIe siècle ».

Mardi 25 novembre

9h30 – Session 3 : Le patrimoine économique chez les ecclésiastiques et les gens de savoir

  • Estelle Martinazzo, Université de Lille : « La transmission patrimoniale dans les pratiques testamentaires de curés toulousains (XVIe-XVIIIe siècle) ».
  • Stéphane Blond, Université Évry Paris-Saclay : « Le legs de Pierre-Charles Lesage : un inspecteur au service de l’École des Ponts et Chaussées ».

11h00 – Session 4 : Des pratiques testamentaires au féminin ?

  • Denise Bezzina, Università di Genova : « Testamenti femminili a Genova (secoli XIII-XIV) ».
  • Giovanni Adriano Avalle Tortolone, Université Lumière Lyon 2/ Università degli Studi di Torino :« Transmission des biens dans des testaments de femmes à Lyon au XIVe siècle. Premières recherches ».

12h15 : Déjeuner

14h00 – Session 4 (suite)

  • Isabelle Chabot, Università di Padova : « Ce que le testament ne dit pas (Florence, XIIIe-XIVe siècle) ».
  • Anna Bellavitis, Université de Rouen-Normandie : « Le testament, source privilégiée pour l’histoire des femmes ».
  • Laurence Croq, Université Paris-Nanterre : « Les legs aux nourrices et aux gouvernantes d’enfants dans les testaments parisiens au XVIIIe siècle ».

16h00 – Mot de conclusion

Informations pratiques :

L’Emulateur – 31 Cours Blaise Pascal
Évry, France (91)

  • 24/11 : 14h00–18h00, L’Émulateur, 31 Cours Blaise Pascal, Évry-Courcouronnes
  • 25/11 : 9 h30–16h30, L’Émulateur, 31 Cours Blaise Pascal, Évry-Courcouronnes

Ces journées d’étude se dérouleront en format hybride. Pour obtenir le lien Zoom, contactez les organisatrices, Federica Masè (MCF Histoire médiévale, Université d’Évry Paris-Saclay/IDHE.S) et Solène Baron (ATER, Université d’Évry Paris-Saclay/IDHE.S).

Source : Calenda

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Offre d’emploi – Postdoctoral Research Fellow in History

Swansea University is a research-led university that has been making a difference since 1920. The University community thrives on exploration and discovery and offers the right balance of excellent teaching and research, matched by an enviable quality of life.

Our stunning waterfront campuses and multicultural community make us a desirable workplace for colleagues from around the world. Our reward and benefits, and ways of working enable those who join us to have enriching careers, matched by an excellent work-life balance.

About The Role

The department is seeking to make an appointment to a two-year postdoctoral research fellowship as part of a joint project between Swansea University and Jersey Heritage, funded through the generosity of private donors and directed by the Principal Investigator, Professor Daniel Power. The holder of the post will research the history of the fiefs of Jersey and the island’s seigneurial institutions and culture, from the Norman ducal period to the English Civil War. The postholder will research and write a monograph concerning the history of fiefs in Jersey, and other research publications where appropriate. The postholder will consult published and unpublished records, including, where relevant, in public and private archives in Jersey as well as the UK national collections and other archives, and will have access to a travel budget. The postholder will also take the lead in organising a conference concerning the history of Jersey, to be held in Jersey during the project (most probably September 2027), in consultation with Jersey Heritage and the PI, and may also be involved in other public-facing events.

The Department of History, Heritage, and Classics is located within the School of Culture and Communication, in the Faculty of Humanities and Social Sciences of Swansea University. It employs more than 30 permanent staff teaching and researching in Ancient History, Classics, Egyptology, Heritage Studies, and History, and is home to undergraduate and MA programmes covering these disciplines, American Studies, and War and Society. In the 2021 REF, the department achieved a GPA of 3.09 overall, with 76% of its outputs, impact, and environment judged world-leading or internationally excellent.

Equality, Diversity & Inclusion

The University is committed to supporting and promoting equality and diversity in all its practices and activities. We aim to establish an inclusive environment and welcome diverse applications from the following protected characteristics: age, disability, gender reassignment, marriage and civil partnership, pregnancy and maternity, race (including colour, nationality, ethnic and national origin), religion or belief, sex, sexual orientation.

As an inclusive and welcoming workplace, we value people for their skills regardless of their background. Applications are welcome in Welsh and will not be treated less favourably than those submitted in English.

Welsh Language Skills

The Welsh language level required for this role is Level 1 – A little. The role holder will be able to pronounce Welsh words, answer the phone in Welsh (good morning/afternoon) and use very basic everyday words and phrases (thank you, please etc.). Level 1 can be reached by completing a 1 hour course.

The University is a proud bilingual institution, our Welsh Language Strategy outlines our aspiration to promote the language and enable our staff to engage with the language as an additional workplace skill and as a gateway to new cultural and social opportunities. Applications are welcome in Welsh and will not be treated less favourably than those submitted in English. Welsh speakers have the right to an interview in Welsh. Applicants for a role where Welsh skills are essential are expected to present their application in Welsh and will be interviewed in Welsh, if shortlisted.

Additional Information

Applications for this role will take the format of a CV submission and cover letter.

Source : Swansea University

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