Colloque – Hochmittelalter – Forschen zu einer vernachlässigten Epoche. Nachwuchstagung

Das hohe Mittelalter (1050-1250) war lange Gegenstand umfangreicher Forschungen, ist jedoch in den vergangenen Jahren aus dem Fokus des wissenschaftlichen Interesses gerückt. Trotz vielschichtiger Wand- lungsphänomene, seien sie sozialer, religiöser, kultureller oder ökonomischer Natur und trotz des Wissens um die Zentralität der Epoche werden darauf bezogene „klassische“ historische Fragestellungen zur Zeit zuletzt vergleichsweise selten betrieben. Die sogenannten „Schwellenzeiten“ oder „Epochensäume“, die Übergänge von der Spätantike auf das Mittelalter (3.- 8. Jh.) sowie des Mittelalters auf die Neuzeit (14.-16. Jh.) haben mit Fragen nach Wechselwirkungen und Kulturmischungen neue Methodiken erschlossen und im dezidiert internationalen Rahmen erprobt. Die Möglichkeit eines Transfers eben dieser Errungen- schaften auf das Gebiet des Hochmittelalters wird mittlerweile unter Nachwuchswissenschaftlern verstärkt diskutiert und soll im Rahmen der Tagung aus vielfältiger Perspektive vertieft werden.

Wir bitten Sie um eine Anmeldung bis zum 07.07.2016 in Form einer kurzen Email an: cathrin.junker@rub.de oder matthias.weber@rub.de.

Programme :

14. Juli 2016

13:00 Begrüßung

13:15 Thematische Einführung – Gerhard Lubich (Bochum)

13:30 Dennis Theiß (Marburg) – Geiselstellung im Corpus Iuris Civilis Kaiser Justinians und im Corpus Iuris Canonici
Moderation: Carsten Kempkes

14:00 Philipp Meller (Berlin) – Vormodernes Stockholm-Syndrom? Die Bedeutung slawischer Geiseln für die ost-fränkisch-deutsche Ostpolitik des Früh- und Hochmittelalters
Moderation: Philipp Bäcker

14:30 Pause

15:15 Cathrin Junker (Bochum) – Das Bild des Raben im Früh- und Hochmittelalter
Moderation: Matthias Weber

15:45 Lukas Barwitzki (Konstanz) – Empfehlungsschreiben im Briefbuch des Wibald von Stablo
Moderation: Vivian Grassel

16:15 Matthias Weber (Bochum) – Der „gute“ Tod des Bischofs in den Annalen Lamperts von Hersfeld
Moderation: Cathrin Junker

16:45 Pause

17:15 Marian Weiß (Gießen) – Die mittellateinische ‘Goliardendichtung’ und ihr historischer Kontext
Moderation: Maurice Parussel

17:45 Lisa Klocke (Bochum) – Rex ab uxore sua separatus fuerat. Die Scheidungen Lothars II. und Friedrich Barbarossas im Ver- gleich
Moderation: Markus Keller

18:15 Pause

19:00 Abendvortrag : Julian Führer (Zürich) – Forschung(en) zum Hochmittelalter. Konstellationen und Konjunkturen in internationaler Perspektive
Moderation: Gerhard Lubich

14. Juli 2016

09:00 Martin Schürrer (Münster) – Die Schauenburger in Nordelbien. Die Entwicklung gräflicher Handlungsspielräume im 12. Jahrhundert
Moderation: Carsten Kraft

09:30 Markus Keller (Bochum) – Aussterbende Adelsfamilien im Anschluss an die Katastrophe vor Rom im Jahr 1167. Die Grafen von Pfullendorf und Hallermund
Moderation: Lisa Klocke

10:00 Verena Schenk (Heidelberg) – Mönche, Visionen und Dämonen im mittelalterlichen Klosteralltag. Das ‚Buch der Offenbarungen‘ des Zisterziensers Richalm von Schöntal
Moderation: Aleksandra Franz

10:30 Pause

11:15 Katharina Kaska (Wien) – Wie die Mutter so die Tochter? – Skriptoriumsuntersuchungen als Quelle zur Erforschung hochmittelalterlicher Klosternetzwerke
Moderation: Julie Kirchen

11:45 Elena Vanelli (Hamburg) – mulieres religiose und Zisterzienserinnen. Zur Institutionalisierung weiblichen Religiosentums im Hochmittelalter
Moderation: Christina Soose

12:15 Pause

13:00 Jürgen Dendorfer (Freiburg) – Zusammenfassung

Informations pratiques :

Ort : Bochum
Veranstaltungsort : Ruhr-Universität Bochum, Beckmanns Hof, Universitätsstraße 150
Veranstalter : Wissenschaftliche Leitung; Prof. Dr. Gerhard Lubich; Tagungsorganisation: Cathrin Junker, M.A. Matthias Weber, M.A., Lehrstuhl für die Geschichte des Früh- und Hochmittelalters und Historische Hilfswissenschaften
Datum : 14.07.2016 – 15.07.2016
Bewerbungsschluss : 07.07.2016
Kontakt :

Matthias Weber M.A. / Cathrin Junker M.A.
Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl für die Geschichte des Frühmittelalters
Universitätsstraße 150
Gebäude GA 4/40
44801 Bochum
Telefon: +49 (0)234 32- 24666

Source : H-Soz-Kult

A propos RMBLF

Réseau des médiévistes belges de langue française
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