Publication – Jérôme Verdoot, « Une clôture hermétique? Isolement régulier et intérêts séculiers au monastère Saint-Pierre de Lobbes, VIIe–XIVe siècle »

Im Mittelalter rechtfertigten die Benediktinerabteien ihre Existenz durch ihre Isolation von der Welt. Um zu überleben, mussten die Abteien der umgebenden Bevölkerung Waren oder Dienstleistungen abgewinnen (Oblaten, Nahrung, Schutz…) und dafür andere zur Verfügung stellen (politische Unterstützung, Gastfreundschaft…). Mittelalterliche Klöster waren daher tief in die Gesellschaft integriert, auch wenn sie vorgaben, von der Gesellschaft isoliert zu sein. Dieses Paradoxon des klösterlichen Lebens wird in den Ordensforschungen häufig erwähnt, viel seltener jedoch in den Arbeiten zu einzelnen Ordenseinrichtungen. Ziel dieses Buches ist es, diesen theoretischen Rahmen mit der Realität zu konfrontieren, in der die Mönche der Abtei Saint-Pierre in Lobbes (Hennegau, Belgien) seit der Gründung dieses Klosters (7. Jh.) bis zum Ende des 14. Jahrhunderts gelebt haben. Konkret werden die Wechselwirkungen zwischen der Abtei und ihrem politischen und wirtschaftlichen Umfeld analysiert. 

Jérôme Verdoot promovierte in mittelalterlicher Geschichte an der Université libre de Bruxelles, an der er 2016 promoviert wurde. Anschließend wechselte er an die Universität Oxford (Corpus Christi College), wo er sich mit der politischen Rolle der Benediktinerabteien Englands und den Niederlanden im späteren Mittelalter befasste.

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Informations pratiques :

Jérôme Verdoot, Une clôture hermétique? Isolement régulier et intérêts séculiers au monastère Saint-Pierre de Lobbes, VIIe–XIVe siècle, Heidelberg, Heidelberg University Publishing, 2021 (Pariser Historische Studien, 119). 328 p., ISBN : 978-3-96822-004-8. Prix : 47,20 euros.

Source : Heidelberg University Publishing

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Réseau des médiévistes belges de langue française
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