Appel à contribution – Der mittelalterliche Lettner – Quelle, Befund, (Be)Deutung

Innsbruck, Österreich, 27. – 28.04.2017
Deadline-CFP: 15 janv. 2017

Die Erforschung mittelalterlicher Sakralobjekte aus den Bereichen Architektur und Ausstattung rückt immer mehr in den Fokus interdisziplinärer Kooperationen. Diese Entwicklung bringt eine differenzierte und sich ergänzende Betrachtung der Objekte aus unterschiedlichen, fachspezifischen Perspektiven mit sich, was nicht selten zu neuen und überraschenden Beobachtungen und Erkenntnissen führen kann.

Ausgehend von der jüngst abgeschlossenen Bauforschung am Naumburger Westlettner sollen die erzielten Ergebnisse zum Bauverlauf, konstruktiver Zusammensetzung und Bautechnik sowie zu den Hinweisen zur Nutzung dieses Lettners in einen größeren Kontext gestellt werden. Dabei soll der mittelalterliche Lettner als sakrales Objekt von Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen beleuchtet und diskutiert werden.

Welche baulich-konstruktiven Faktoren spielten eine Rolle bei der Einbindung eines Lettners in den Kirchenraum? Welche liturgischen Rahmenbedingungen haben seine Positionierung im Raum und seine Ausrichtung zum Raum beeinflusst? Was können, neben den bekannten schriftlichen Quellen, bauzeitliche Befunde zur Nutzung dieser Kleinarchitekturen aussagen? Auch Fragen zu zerstörten und (teils)rückgebauten Lettnern sollen in diesem Rahmen diskutiert werden: Wie aussagekräftig und argumentativ belastbar sind die erhaltenen Spuren sowie Bauteile und deren Fragmente? Wie weit ermöglichen Rekonstruktionen präzise Aussagen zum formalen und konstruktiven Aufbau?

Der Arbeitsbereich Baugeschichte und Denkmalpflege der Universität Innsbruck möchte dieses komplexe Thema in einem Studientag am 27. und 28. April 2017 thematisieren. Der Call for Papers richtet sich an Bauforscher, Kunst- und Architekturhistoriker, Liturgiewissenschaftler und benachbarte Disziplinen.

Themenvorschläge zu der skizzierten Fragestellung und darüber hinaus mit nicht mehr als 1.500 Zeichen incl. Leerzeichen sowie ein kurzes CV erbitten wir bis zum 15. Januar 2017. Die Vorträge sollten eine Länge von 30 Minuten nicht überschreiten. Reise- und Übernachtungskosten der Referenten können in voller Höhe übernommen werden.

Ilona Dudzinski und Klaus Tragbar

Kontakt:
Dipl.-Ing. (FH) Ilona Dudzinski M.A.
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte
Arbeitsbereich Baugeschichte und Denkmalpflege
Technikerstraße 21
A-6020 Innsbruck
Tel. +43 512 507.640.11 (Sekretariat), DW Dudzinski .13, Fax .98
ilona.dudzinski@uibk.ac.at

Source : ArtHist

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